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Full text of "Weitere Beiträge zur Geschichte des Handschriftenhandels im Mittelalter"

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Weitere Beiträge 



zur 



Gescliiclite des Handscilriftenhaiidels 



im Mittelalter. 



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.".^^^^ ' ' Von ..\;>;\ 





c^drt Jf^iwlrfn. 



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Besonders abgedruckt 

aas Dr. J. PeUboldl's Anzeiger für Biblfograpliie ond 
BibliothelLwissenscbafl Nov. n . Dec« 1854. 




■alle» 

Verlag fon H.W.Schmidt. 
1855. 



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Weitere Beltrft^e' 

zur » • . . 

(ües ehiebt« des Ha^irtfs«hplfieDkaB4els 

im. Mittelalter, ... i 
Vau 

.' ' . : . '. ■ \.\'y ') . :• . . . ■.: ii 



Als ich im verflossenen Jahre ,di.e neue Uehera^rbeiliu^g 
ipeines Aufsalzes ; „Die Han^^c^riftßnhändl^r des. Mittelalters" 
veröffentlichte, hatte diese Arbeit .^war/berei^ts du^.ch eigene 
eifrige Nachforschungen ei^^e, g^pss andere Gi^^,(aU^ gewQfineji 
und war schon eher im Stande.; eju Bild, ^es.rliterariscch^n 
Verkehres jener Zeit zu ^pwahrenj deijnoch.^b|r v^rljehlte 
ich mir nicht, wie vielfach poch Ge]egen|),dt ^zur ^r^^^ 
und Vervollständigung geboten. ^yäre^' J^atie^j^öh^dopi,. durch 
die gegebenen Verhältnifisfi. eingeschränkt, nicht einmal ver- 
mocht, ...selbst die n^ke)fi;gen,d$tei? .^Ju^te v.«^» geflickten 
Handschriften - Kataloge öffenflij^er^lJAii^^^ SW l^^^.^' 
zuarbeiten, üe^erdies biptet,4a8 m.mm ^WiMfe«^- Pfl^Jf" 
siichung zu benutzte l^eri^'ischp.^^iaj^aa fjij^ip,^ 
sphlossenes Ganze}, di^ Arbeit. py^ ftM*5)Wn|?jÄ^«W>8?lft- 
genilich ermittelter Mpt^eji, diiei^ma? ^fli ;f^ej|.,zulälli<;;i;i 
..Werken entdeckt, .i|i de^eij jpaft./sj/j fjic^t zu veriflufbe» veir- 
M^r n|os2)i|^artig( fus9ii^mei|geiyebt| nef4^< ifpd, i(aiui,df|h^ 
oij^.zu einem, eigentliche» AbKhli^ ^^Pg^fVi'. ^^^ Ki?;^¥*fH^ 
der genugenden Behandlung des Themas kann naeistAacdM 
sm^gsame AHibetttttng^'dösjeiiigmi Materid» 'bie^^ dai^Ver- 
bältnisse, Gläck und ZiiMl %u4eibtz^i)f j^stattMett. "^ ' ^ 



— 2 — 

Ich hoffte daher Yornehmlich darauf, dass bei den Be- 
sprechungen meiner Arbeit Nachträge und Fingerzeige nicht 
ausbleiben, oder dass andere mit dem StofiTe Vertraute diese 
in bibliographischen Z^itsehrifteii if^fl wftrden. Ersteres 
geschah jedoch nur Th sehr schwachem Grade durch Herrn 
E. G. Vogel in Dresden und in wie weit letzteres noch künf- 
:*fe)iPffMfPl5ifg;i ^e^ ,f8|l|Ji«f|telH< 'i tfeiife!<(gieneii fortge- 
setzten Nachforschungen ergaben aber inzwischen nicht un- 
beträchtliche Erweiterungen, so dass es mir um so ange* 
nehmer war, als mir Herr Dr. Jul. Petzholdt die Räume die- 
ser Zeitschrift m i|iAftt-i4AilsiIuiK ^^fffVAlMie unwahrschein- 
lieber es sein muss, dass eine Monographie für einen so be- 
schränkten Liebhaberkreis eine neue Auflage erlebt. 

Als meistentheils abgerissene Nachträge konnten die nach- 

fölg^tldfeti Bkitlh^ilutigeh'naftArlleh nicht zu' einem ffir sich allein 

lesbaren Aofsatze Veräfbeitet werden ; ich nutzste inich vielmehr 

b^gntig^il Sie bäth' der Seitenzahl,' wo sie im Hauptwerk ein- 

'^Uäthälten ^^fifd. ahzüördiien und es dieni Leser überlassen 

' sieh. selbst deÜf^iVdäDainehhang ^u vermitteln: Freuen sollte 

'*ey'ittlclij/^'äbn''dl«fe'Nate^^ her noch 

'eine'^'W^itereT^l-mehrung'erfehh^ ' !. ' ' ' . 

^''V'^L^pijg/ita'bct^^^^ '• :•;;:'/• 

'' '^^''Slilv 9W«i«^K'tÄ den ersten Iflirbtinderteil nadi' dein 
Uitk ^^&^ rdtiii^ti^e^^^eifch^s tiblerhaopt eine Art von literä- 
^iKiicb^iitf Vyrkeht' btältfaiM , 'äass mndschrtfteil den Besitzet 
~i^s^itijb,'4si'hdteHich;^^^E9 inag' tfies sog^r gelegentlidi 
~de^ G'ewinnlst^ii;^WegdA erftl^t'sein', wie dehn aiich €ond1be- 
'ifttittmcrngeii driJs VMi 9; JahrbundM den Verkanf ton Hand- 
iAvHten db^ ialüm üntV üeu^ f eMamentcte 2u diesem' Zwecke 
Vilh 'dir ^ür tdte 'Vi^n^diteüderun^ tiiid 'Zerttüning derselben 
'^ittl^impsesten^ ähgisdrohten Cxcommuintacron ausneliAeb;'') 

*im hin i. I iii II.;. .1 ""' : - -:; .:;iiil'.:.' . > . ' ': • 

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. I, ?!■.«' t'i' f *• 



Auf daa: Varliimd«Miiii t^nn» ü^ntiitfuäftmi^Ai^s ütfl geßMi«- 
derten und selbstständigen 6egcba{to9lireigQf| puf^ Git^fd^ 4ir- 
artiger Nuläen tu-ficMieMeQ, durfte itb^r d^mioclL <el«ras ge- 
wagl sein* — 

S.5. Für die Wi^hiigM^ diß mao von v^ofii :iMiD^n 
jdüm PapierqMriittrgeweirbis 2U^kaopl4* dprkbt au4h ^(Isi- 
tland,jd«sfi wenigstens in ^Araberg diePiipierniiiblfie^lM» dfn 
Händen der reichen PatriderfatiuIi«9.gfiWM0Qi<2tt $ein.90bßi- 
neb.iUid d^sa ein dfirerligtr Geviey!M)«tritb von ilia^ nicht 
för. ilnt^ ibi^ir Wurde erachtet ww^ai Eine N^^rnb^fgßr 
Chronik spricht von einer Zeit,. in. dar diePatriei^r „qjtl^- 
iealy ßaiffeofcremer vnd papirwacber ivprn.^)'' »-^ ^ 

8. 9» JKoeh genauer > ist folgende BereehiiuAg ües Her-* 
sieUuqgspreia«s einer Uandseiif^ift , #a ^ia^er aus eiQw.<$ip- 
deren 6ege»d (derl^miiz odpr Scbleüan) stirn^stt 14)8 Mitt 
Papier, macht 2PüiGber 4Uid 4 Pagen« je 1 P«/Ej) umb; 11 ff. 
facii 3 gr. 3 pf. 7 (Sextern aind geacbrieben «lad kumt jeMie 
■ Sextero um . fl gc. bot tö gr. ; 2 gr. umb Lei m * und fiabttOre 
uadPretiet} 8 gr. umb Loatb und BeIcUabiaas 3gr. fcaettdas 
Pueh ainet^inttfn tßutama &B gr. I&mI d^s Pucb«^) Die H«pd- 
sehrifl ist von 4er eiofacheten uad gewöbnUshal^n AfU aus 
'dem Ende ates 14* 3aiirbunder($. r-r ' 

S.U. Einen weiteren Kostenpunkt hei der.Ber^teUupg 
neuißir Ilaodsf^briftep bildete ^odanp noch die für das 0;*.iginal« 
nach dem abgeschrieben wurde ^(eu .en(ricbta]9rd§ Mielb^f |in 
Punkl, der schon Ja den eintn der vorgeführlen Bespiele 
erwähnt vfutdt. Dies fand* iber nicht nur in IkiiveraitHts- 
atädten statt, wo dißs Verleihen der Handschriften eine 
aelbststä^djge und ^rgi^bjgß Brapcbe ^99 Jfand^chriftenyer-' 
kebr^ bildetet sqimI^o aMcb m 9PdeiVA Pr^e»; In ^erlfljifte 
dea 15. Jabrifandert» btreefaoet z* B. dar ^andriache Abaefafei- 



^ DrofMD^J, ^,4 übcrlMrd »WinaMk« Leipzig 10». 4. p. )66. 
a) Kobier/«., Mor Gäkcikiita dmr ßtdMlniolMrtl n «GörlHs^* fiariiu 

*m. 4. p. ». 



'•b^ eifif^s '^emplares des Tresor des Bm'elto> MiBi diesAMi 
•Kostenpunkt tQit 7 Gro^ehen.^) 

Sj 12". Auf den Gebrauch, in vielen Handschriften Z6r 
nachträglichen Ausführung von Miniaturen leere Räanle zu 

> lassen ,' gründeten die flandrischen Enlumineurs (im 16. Jahr- 
«fauftidert bei allen Bücherliebhabern faesondeüns geschätzt u«d 

' berfibmt) eine seibstj^tändige Industrie, 4ie später eine ge- 
nauere Erwähnung finden wird* ^-- 

8.38. Dads es' bereits imB^ginne des IS.Jabrbfindeitts 

< mehr als einen vereinzelten Handschriftenhändler zu Florenz 
gab, "geht auch aus einem Briefe des Leonardus Aretinus her- 
vor, der im December 141^ an einen Freund schreibt: Priaciü- 

"«lom quem' pöstutas,' omnes tabernas librarias per- 
ücrntatus repferire nondum potüi, admonui (ameQ iquo^am 

' feitailiht'es ut perquirantr si quid emer^et ad le ilhco trans- 
loiUani«^; Att' gros;sartigstdD entwickelte sich aber der Flo- 

' petitiner flafadsichrifleDbandelr als' die kleinen italienischen 

' FQraten demifidspiel der Mediceer und anderer Literatur- 
'freimdle naöhzweilern begannen, ai» zu Urbipo, Pedaro» F^- 
rara, Qesena etc. präeblige Bibliothekeä eiitBifunden, < Papst 

t Nicdlabs V/ zu Rom den Grand dev Vattcana l^tew Den 
Handschriftenhändlern wurde grösstentheils diu Zusammen- 

*) BuIletiDS de racadSmie royale des sciönces de Belgfqtie'. Tome XV. 
' iPaMle. BruxbRes 1B48. 9. p.84. • ' ' 

'I '« *) Leenardi firuDi Aretiii lepistvlanm libb. VIK^ «ur. J« A. Fnbridio. 
. H^n^urgi 1724:8. p. 1^9. — •)Bpi.i]iJ(^i4^r3prnch mit dieSjen^otieon scMnt 
. ,es allerdings zu sttheo^ wenq Ajre^iajis • an einen andereq. Freund schreibt: 
Quod autem de lihris scribundis rogas nop deerit libi diligentia mea. Ve- 
rum admirabilis est apnd nös ejiis'rei penaria/' I^ra'^l' stndiosi per- 
'^'ihtAti- Stint ^ et qiii' tti'erctfd« ^HBunt-admodfam* pa(HJi.' £gö> tarnen quo tibi 
* ndUJ'iliD'^ra^fiGfilBtiB omnia,. coml Uiiiefl.Bcliü:nq[iinvem^ exorari qatwi- 
dam ex lamiliaribas meis, ut libros quosdam sui ipsios ^ratia quos ipse 
sciifscrai lenaiHtotet . » .i Itaec enfeüeiJ^bm (Ibi4;p.M00'i ^^^^^^ «^ 
jibtivli MT.seUieB Eawtins o4ef FimUiil« mm <9ild«Mnato<}TSQ^^P4^> ^^^^ 
nahmaa die llaodscbriftenb&ndl«r dieKr&fle für sich za.febf iaiin^pitti^i? 



— 5; — 

stelluilg 'imd .BesdiafUnj^ dersidhen überlag^ed, uHct. was^^i^ 
ia dii&er Beziehung zu leisten yermochten, iwas iJin«Q .iäf( 
HCDfsrqifeUen und Ai^ehskräfte , zu ' Gebote ^tandiE^h , seigt das! 
Beispiel deisVespäsiaäo, der allein fär GosmoB Meidici,.'iin-*t 
besctiadet i^einer sonstigen GescbäftsthätigkeitJ iü: Zeit von £3» 
Hot)aten :20QiBlrnde» durch Anstellung von 45 Sdireibern be^ 
sehäfile. ' Selbst bei den so zahireichen Mi^celtenbahäeft ist, 
wi^ .6in ßefepiel wtite^ . hinten zeigen wird » : die' geschäfdidto 
Tbltigkeit der Handsebriftehfiähdier zt Verkennen: in ' ibneli; 
su)6hteD sie wohl. Uauptsäefalich did. erstandenen einzelfkeil 
Quatem^ und unvollendeten Werkfe zu verwertfaen. — » ] • 

: '^ S. .40. . Ueber&U . findet msln die * Lombarden ^ #enigstenM 
nehenblsi ,den Handschriftenhandd betreibend*! in* Baris ^' in 
ihn IMiedißriaiideti» fn- England. • Die bedeutende Adsfüfac von 
Papieir,«die von Nonditalien aus äacl^ den anderea eaFo^pai^ 
seben Lätdek'n stattfand ^), bot ab sich schob ein fjassefidtisl 
Uebelrgadgsglfed-dazu d^r. . Auofa Richacd deBunyi^gieht td 
ieinem Philobiblioti an,! diass t die Statibnarii: iifidiijibnarii I(a4 
lietis beiideriZusaniJUienställung seiiier bedeutehdidi) BifaUotbeii 
miijfe^rkt] hätten. Er sagt im 8. Capiter. Pradtek^^las dp^ 
portunitiates omnös prafetactas , stationariorum el librariöriiia 
notifiandi non* solum iritra* natalis soU prbrrinciam, sed Lper. 
regriamFranciae^ Jeutoniae fit Ilaliae, coniparavimits 'disper-^ 
Sjorum üacililer pecuniaipifaevolinte: .neo eos-ullateslus impey 
dirijtiilisiantia., in^ue. furor maris iabsterruitv hed eiside» prif 
expensa /.däfeeit/' quin ad nos opiäloi^ Ubroa ' Iränslnitllereiif 
veti.afferren(i''^)^!rr*- .• , .V •,;•,. -)i--^ ^ .'.« f, 

^ S.41. In.wie weit die Torkdjtimeiide, fieüai^tuiig, dal&A 

" <) Ein T6n Oefiuä ^feicttFUDd^ra b^stittlttifes' SKilfr'scä^Sfert^'iiuräBbM 
IdSa dn ^ec.KqstelYQQiEiijgUitd'sieA. h{iUe.2a. Bi4iemS»)w!ö9>p#Blfr nmlMf 
^füocia Cargp,/ (Timji^Iejr Ic. PI. 7ß.),; . ,. »..;;>). Jj .' ., 

^) Merryweatber, P.S., bibliomaoia in the midale ages. London 18401 
8. p. 83. — Philologicaram epistolarnm centoria nna, edita ex bibliotbeca 
Melch. Goldasti. Lipsiae.»74..8.ifva4ai' '^^ '^'^ •' 't '^ < ':•'-'-- (* 



-^ ff: — 

ridi im Jahre 1441 üb Venfetiancir Kalligrlrpb^n und llldmi^ 
natornfi toch voraufgögaugenen Streltigisetteii mit de» Haiern 
iftiluilgsiBässig ferbund^n hätten*), zor Efläüteruog der Bd^ 
diolung des dortiged litärarisiihen Verkehrs dienen kanä, musd 
Athin gHtellt bleiben; diesä Beihauptnng wird dui^h keind 
Belfegstdle udterstfitzt und könnte daher dicht T^l'ificitt irördeil. 
S« 47-^60. Vespafeiadb, nscb unretbür^teü Nachrieb-' 
Mi Uis der Faäiili^ Bisticci, wird auch Nicolai V. P.P. bi^ 
küopöla genannl und war zugleich Bid^U dei' Flor'entin^r Aka- 
femie^ Er kann ungefäbr usb das Jahr 1420 geboren wdrdeii 
sein und fand seine Wirfcäanikett gerade in die gUnzendsle 
Periode . des . Florehtiaer Handschriftenhandels Versettt Nei- 
gung wah es^ die ihn tu dieiiem Gewerbe hititrieb, dt^nn in 
seiner fi^b^ren Stellung als Privätseisretfir des Cärdinals B^andk 
in Rom) wo Ihm Gtiegenheit zur Anknöpfung so manchek^ 
Ittdrariftcher und geschäftlidier Beziehungen für die Folge ge^ 
böten war, battb 6r lockende Anerbietungen des Cardinafä 
Gaearino kum Eintritt in den geistlichen Stand von der Hand 
(feiiieseh»' Die 8^ 49 gegebenen Notisien Iklber seinen ges'chäft« 
liehen Terkehr yind Qhrigens nur Unbedeutendblsiteii im V^r-* 
gleiob zu seiner Thätigkeit bei der ^Yervollstdodigung nicht 
allein grösserer Prit^tbibliotheken in Italien und im Ausland^ 
wie die der Cardinfile Heddbzfei, Branda etc., der Bisofaflifo 
Yon Fünflurchen^ Striegau, Ely, Koloca, des Herzogs von 
Woroester, Andreas OU, Guismann etc., sotideni namtotlidk 
tei der Gründung und Bildung ganfe neuer Bibliotheken , wie 
die des Papstes Nicolaus V., des Herzogs Ffederigo Monte^' 
feltfce Ton jUrUnö, des Ateiander- Sforza,« der von Cosmos 
Medici gestifteten Klosterbibliothek zum h. Marcus in Florenz« 
In Bezug auf letalere mag er selbst in der Lebeosbeschrei- 
btittg des Stifters ipträdian: Avendo inita la casa e buona 
parte della chiesa, pensava iä db^ ibödo qu^llo luOgo aVeS^6 



*) Bollttint de Tactd. de Beif. Ton. «. ^< 



Uo% fieaiäe^oodi fat^i iiftft'degiia liKi^arid; ^ üolo di' s^n^o l6 
'm^ümwtdi 8ua, ttrt dhse: 1 die" modo mi dafi' la: a^'forntro 
qaiMa^UbvafriaT GM t«K|^«itei, ebe avendo^f a (^iD|[)erara sä- 
^be jttlp08))ibne, perch^ non «e ne t^ovlirebbe. nksseniil 
«M itfodcf ri 'pöti^bbe t6iiai% a iofüiifla^ l^^<%Ii tifae biso-^ 
^a«ä! farii 'sorh^re. Hi^tiüMa ; iidiöi^o ^'^i^e i^^tS 
eiftfat Ü' gU ris^si ^^(Sd^^k-e^ ddiitisDt«. "^hs6^i ^che io c6^ 
iAtfidaaiif^a Ma pösltti[-lcM'ttfttö li M^nikf; e'pei; 

P^lidtfi^i de' dbnMl tehe BisogDAlidiM d^- ^er di, cömi^ltfd a 
flöh Ai*€lsiiigelö'pM(^e' t^ä'd^rtfMo^ifioiffaferö '(iifl) MesJ^ 
}^ f oHsie ^W Mhc^ lüifi'ch« ilai^b'lA»iid^pagdti/: «o&iii^ablV 
libraria, perch^ la aua YoluiOir ^fii ^W'iiti^m^^ciUi' 6gdi 
MMÄ 'thhtü$%\i^f09AViÜ ; "^ p^'dbHäif boD \hanaiiti 'i tolsi 
ib po^ö' i<^pö* qiikrantacMittt« 's(Alftttl^ 'i' WA '^ohM 'dii- 
eöbto fs tt(^{ ^DtMua;'^ döVi i^ imb-'m\t^ü "bi^ltJ« 
s^güftando ]a »iiririä ''di ^apa l^icoTi ' d'^^^^^^ 
avcTa d^lo ä äoi^inkof'pcjr %no inveiKttrio dl^^iht iilanö:'^) -^^ 
fSne<ii¥dt^6 Spür aemer 'Mantiscript^hhibrik ' fiddeti ^^^^^ 
ehienlk ttUb^anbädd^ aus dem 14. ttnH IS. Jahrbündert» eint- 
ballend: iB)flitela dläao Girölamiiy e DemÄriade; s^niioiiij' j^ 
Sbti' B^rtarä<r; ' A' Itbh) dellti m^ditaftionl di San* Berhard'oir 
La JilireBdoi^« del^brpodi Santo Abt(rtiib^(ttMm 4.)' 

Auf dem VörsatbMUe siebt: Teipayr^dr 'Vilipitt, tindian) 
e^itt^s^'tt^ BiMertoii gri^iibheä^%ubbstab^:''i8iä über 
«st'ftA^r Tesp*asiatfi''FH!ppi fetii scHbt'j i!aiYi;'UirJiJ'''iVbi* dlü 
b^id^ii-l^iztett SiQ<iice' Hatte et adb^'^atifä^i^b 4äipfei/:<«^'i^ 
¥isspasiMb lebte hoch '^ 'Schrei' 14fM'/'^2llirt»l'l/£<#''igd^^^ 
turück^ogen ion Gescfa%ft<^ä: ' 0fe'Bü(AUni^HhiMif'MeiiJi 
ft^iäen i»^tid^r''ia ifaä'''^MM»«b^ ttt'' hfa»«^, l^^lligstetti 

*) Spicilegiom romaDom» Tom. 1.: Vironiin illnstr. 103 ^-m««. Vf» 
extiterunt vitaa, aoctora VW^^atfiaD«^. ''Robaa lfVii"^9.»"til'<M9J^aB; 

1858« FoU p. 110^112. .<■ ^.q .iil."*-;'^ .iMi'ind jj «»ujn.i!; ( ' 



. ^, 8; ^ 

s^gt er feW)S(t an der^egchreilfuflg 4i^rt{JR}byf9tli4k)id«s Htmg« 
y-on ürbjnp,: In quella Yi)sk^t\^^ i libci lilULpono belli i« «Ui 
Ijerb^ivo. grado, WU Jscxjtti,;^ peno/a, 0. no^ s.ve rigmiip iä 
stainpa.**) Literarische Res/jbjäW»*«?^ iwaren. fi$, dies^iöp 
letzten Lel)eii^2|hi^e , ai^ßf411tea>; er arl^eili^t^ ,ei|iei;u«ifaiigFei€|)<l 
Sai^julung ;TQn JL^ben^b^sclirQJbupifßQ .sMofr^ bß^euft^sUm 
Zeitjgenqsaen in ital^eniscbor Sprapl^^i/fus.» 2die3;.was ibv i^ 
spracbliqbqr Völ]en(lung ; . abg^t , . Aurqh jslpiUicb^n, Wprtfii.^-r 
setzt.,, S.|e r bjldet jetzt dep. ^v^i^ >Bai^d d^s yon ^Ai^elo Mm 
^eifau^geg^beimn $picil|QgHi|ai*amaoi|fn» Au^^dem bii^f^^H 
f>r eipe kleinere Arh^t.upt^r dpraXit^:. Lamento dtelw,f4iÄ 
pach ;1480 gescbriel?eq,,^st.^*.). und ?uj 4ep ApgriP der Tücr 

k^^auf Otra^to pezvRi«t; -T-. : ; , ... .. : 

, .. jS.54~,5^7-rp,J[oai||i)ef,Xuri«pa. ,. Dje ^n^eM^Dg^Wt 
d^ne|i,^r .in j^^stantipQp^.^^i^gpselft waiT.» .verb^pi^ti^a. «i<^ 
^uch.jn J(^läunidvipgeD Ijpis xiacb Italien ;, in einem Briefe d^^ 
A9ibr(;|$ii}s.jCama}dplensis fln,,Nicol9,Nip9li.}^e|isst es 'darüJ^ei:; 
Lega^us il{e f]iQns|f^t$noi^olit|anus ipaecum.his fan^iliarUer ,Cuit 
|s AufTJspam rneguiisimiim appellat, et sceleratissimae prodi<* 
tionis.ipsimulat, cui. ut ^dem haberem, litteraa ;4Mrißpae^,£ibi 
4mn Bisantio proficiscer^ti^r^ ad ]egatum fr^^remqufi ducis 
Januensis . * • , f|ua$ vir iisjte non o^tp&u^; et; qui^^pi .e^ notsi 
yjri infamiaajitfpiican^ apernit, m^^ique r^spondjl, .plpnas^ doli 
^ pro'ditiopis. grayi^sifloa^. Totam. rem. coram.' awlifs.i*^) 
Verl jiiimdungep aber ^n^ssen €$^ g^lyes^n .sejiO| 4^na g^ra<h 
pf Abringen jen^r beiden ihm befreundetep Mamier kebfte 
Auri#pa^.naf:h JUjjep zurjudt: £s ^ge^phab jn^ der B^gfeilfing 
d|Ef9 Kajßßr|iJ)jIani^^;j^^la^lo|u^^ er .sieb ab^^r gc^oo 

^n Venedig pren^te, upi^ zwar ke^ieswßgs in. einer glänzend^ 
l^ge, d^iyi durfih d|i^ Vfotni^tciUing, de^,Aip)3^psiu&.mus3te er 
sich erst Geldvorschüsse von Lorenzo Medici verschaffen, um 

") Marlene et Dorand. Tom. HI. p.506. .i.. ^ -. ; , . . .J : • 



Unioi« -4^»« SriiM lielirihtiti^lDeit in balieii begann er iti Ikh 
togoa j m»\i^ <iii66^ Sldluitg jedoch b»M • wkiitT , da sich 
hier iNVr fettig InUfane- fltr die griloebitielje Sprache äuBsert« 
Qhd'dtr jürisliftcbeiStiidiQm. ea s«hr dominif^ie, und wandte 
stich iiaeh Pm» lUichditt er einen fUif-tnii^h Venedig abge** 
lehnt E^dlildh ^ktbg eb eeiaMi<P)orentMer Freunden setnen 
inbigelen Wüwei], meinen LebFitnhl^in Hewisna 2» erhalten, in 
ErfiÜfaingxiii bringe»«' '^'flft wdrde ''der fieebfolgter Gnariero*«^ 
8d| iicb abet* «ididil :I487 wieder terMila^ diese ätelhmg 29 
tnrkiseenv die ihm MisahelKgkeiteii umd^ di« dbrtigen Veii)§]t<>' 
tn8€* ToMdei katten«; ^ *} .FmiibieciDa Pbtleiphus wnrde Bern 
HacbMger*' 'Haft' eral mlimibt ep sieh aw^hHesaKok dem 
BaodsahriAeotayDdBlv'äkHC jdeii eeiio» Ambroiailis^Cttiald. B^iaeb 
VAditiä y^iBflber Hinddutete', ais Aorfapi oabh Utalien' zu^ 
hkfckelntj^vi»^} i-^-^'f '» . . ■ '' .i ••. 1 - •' •:••■'•' ^ 

S. 63. Als weiterer factiaeher Beliiigf iMir die^ GMatena 
eines aelbalalddUigibelsi^bevein IHandsdirifteidiainäel Paris 
«erEMasi de^'nr^tebStdUite^kSin di0:Ei(wüliiaing dbssi'Aeii 
und laeihen llientirituag/ in. din 'Vörintted der livcben -Seitens 
Ifailhev Barn' Ai«ineb ChvoniK betii dem Jdbre 1350 dienen.««) 
Eme i aif t ejnäai;> bmilscheBtMtasirerstABdnibMbbrtthenAe lieber^ 
ferettoHg ist en .aUevdiiigs,' :wem' Sfierryw^aliber*^) von deiü 
Vertitefift ( genBC») i^Umtfaekeni < durcb die BaodstsbrifteDbfindkr 
aAen im J2i JfahrUiindBrt:6pricliit;>die'N«tis/ auf -die ier sieb 
atütat^ispdicbt einfdebYoiidHierfiibel^^) (bibUolbeca in;diiöt 
boB ?MuminüHiaX "^ ' > . . 

'.- S;68« > QeniParmeriiiiUraireai^aGiieinai) neben dem er-^ 
wähnten, noch andere Gewohnheitsrechte den übrigen Ge^i 
Wett^eUMmdanl'gej^ntiier ;iaige8taibMfa föb habdn, »tie z, B. 

>4) SingnlaritösbisloriqnesetliU^raires. Tom.L Pariftl738.I2.p.458-461. 
':; ») .TimpÄiJearl..tli.p.Ä3^... i :. il £\r - • ^-^l ,.': . . " >' 
'•) L. c. p.34. .. . j 

IT) Marlene et Dorf|||^i<jc.jTM(j3P4A^r514*:. ri:aLi. 



— 10 - 

r 

ftt^tej? der ersten Bälftei 4ea 15. J^tbrimUde^ünoralitiri iii 
dieser ße^klpudg: J[e m^ reAörde que ä Palte daitüM ^mps: 
de partie de marehaos pluseurs «1 bourgeia; fii vequife Iti 
faeulter de tbeelogie detemioer, preeebier et inrpraoiir le 
peuple p&ur 1a paix de leur censdkened de robttertance du 
dimaDcbe et des ittA^ de boire, car le {M» de JPasqües prin^ 
fiipßleinedt estoü -peUf m^ilgier.. dar des . fcorde^aBtera din 
S4>ient4 que ossibien pQv,<iieBf tl!Yendt*eleiii^8Qteri(:en didiettcüi 
qiie les lil|rdir^a de r<«miverait;6 >eadi]ätot!le(irs Ikties; /U pa-* 
reilleai^njt les boncbiersi pastisisiera , Toüniifarsv'tiQaresokavt 
et >autt!es pluseUrb do maebaniques. Et ' äi oesM iniilaitoer fueenl 
pttbliqieineol presehäes et dagmbthEeesrpaff'Faria^ ^pM li 
dedaratioti.de catte idatiöre^lea pn^ilaitiqti^iiqiiii'S^lBuiäueireiit} 
en lan mil IIK X^VUL^^) Bei der Uededtendflii ZaUdcV 
Feiertage war dies keine unbedeutende Bevorzugung Tbr MUii 
andereo Gewerbetreibenden. ^^ 

6.70« JEmbVL iireilerea Beleg für die BedeultlRg von^ 
Paris ala literarisehen Markt ioi 14» Jaturhondert ^ehdda» 
Entzücken > mil deiki RkhaM de fiury- y)9»;ii6ii: ihm doct toH 
gäfigiicheo BöebersidifitBes «spricht; elf, ' deri aueK *BOcb »d|riil<^ 
terer Zeit mit den Pariaar.Lilirail'ea.iii^ipeackäftliafaerlVerbia-} 
dting blieb: heate Dens. Deornm ii|.Si|»ii .quantiis flim&iat 
Impetus voluptaAis laetificatit cor nöstlimi i^lioliens pai^ariümtf 
ndundi Parkius YÜHlare fäca^ua, morätam: übi nobis senqpler 
dies pauei prae aa^oris ^mligbiUadkie videbantur: Ibi hlUioi^. 
thecae jocundae super cellas aromatum redoleAtes:< ibi ^^ 
rens Tiridarium uaiveri^apum voWolinttm:. Ibi prata aCbade- 
mica. ..**). —H ' . »• • «' •?•.. . •' 

S,71. Fflr die Befheiügiiiig des BaDd«ehitfttokfmMt 
bei der Verbreitung neu erscbeinender Werke, gleiebsam Us^ 



>*) Paris, P., les mannscriU fran?. de li bibi, da r«i. = tomi Vll. 
p. 303. 304. . • ' i' 



— ö — 

etiiD Aft ytftogsttlUMiAs , biekl sieh 8«bM Uig^ra Zeil 
▼orber inr ItalMB eiti älHOfelndeis BeispieL . . Ah die oOSdeUe 
ftedectiaii 4ls «ecfaiteD BiUbtis der Decretalen beendet waf, 
äbereandle Pepet Gregor IX« ei* Exemplar deseelbeo der 
UnivereiUlt Bologna, mit der Weieuti« dies (ör die Fdge als 
BiohtsebfiUr m beUMbtea. Jedenfalls tag dem die Abaiobt 
ztt Grande, in dem Stationariat, das mr geprüfte Pecien ffik* 
ren dorlte) dto Helfer ;fnr die VervielfUligung dieser. Teat^ 
redaction SB fldden: itnd :4er VeibitiKing nidit aiitDriairter 
hindernd in deft Weg liii treten^ *^ 

S«76« Deal man es bei dar Scb^ligkeii, mitderSebrei*» 
ber selbst In blein«^ SKidteil< grteaeiie und UBDfingUebere 
AuArUge an erietftgdi Terrodebten^ id der That mit Sdirai^ 
berin^tttileaii ndt FabrifceR cu tbun but^ dafar spridit he«» 
aondens den Bingittt einer Qitiining Fom 1« Mai 1494 dbelr 
eine gelieferle gvlaaefe Zahl «onMatidaten : Je, CoUin Bifflart, 
demeurant ä Mona, cegnois qne peur ies 4>eines, JiAetirs et 
dessertee taift de moi oeinme de Marünot de Hanchii»> Colin 
Gheeaeen, Jaapin de Harebies^ Baniyi C^ynbier, Jclbacieis de 
Goibr^cy; ?m^i Mitby, Pbilitiot Pefft, lutien Bidaldt, et 
Hanin de Bocquegnies, tous compai:gQ(9tls eleroa^,: delnou4 
i;ans k Mena, etci^<>) *— 

S. 81. Mag nun anich die aetiva Hafidelslbitigbeit der 
Libraires hiei' der KecHelluag dif^er PracbtbiUiotheikeni und 
Praehlmanuseripte i|ur eine beaiiiränlite gewesen tsein., «e 
HcbMnen sie doch .ivenigatefM in der Eigenschaft «on Agettien 
jenen reichen B4cberaami»lern aor Seile gesunden , ihnen 
als Vermittler und Ratbgeber bei grösseren Ankdufen gedient 
za Ifiiben. Sa ;z^ B; dem Herzog Xgdwig Ten Orieaoa der 
Libraire Oüvier de TEmpire als Taxator, Th^?enin Angevin 
als Leiter und Dirigent der Arbeiten zur VerrollständiguDg 
seiner Biblietbeki 'Denn die AvsiAhrung derartiger Ptacht- 
manuscripte^ wie sie dem Geschmacke solcher Bücherliebba- 



— 12 — 

befzosag^ii^ «»förderte m^itit eine lanfeZeit; das Ineinfander'« 
greifet) der Versdiiedenen Arbeiten der Uebersetser, Sißhf«nl)br; 
Mtniatoren, lllumlnätoren, Bucbbinder uad selbst ßeidBebliliede 
eine genaue AuPsicbt utid ßontrole, eine' sf^däle Kemitnifö 
ihrer FaJiifkeilen uiid €e8ch{cklfelik<eit. -Sie Bandsebriftenl 
bfindiiBT waren hierin ^erßaihreii u«d rangen sie daher ani^ 
wohl öfteren eökhen 'Stellungen »wie sieJvnn^dem'^wib»-» 
ten Th^venin Angevin nachgewiesen ist, gewirkl haben. Er 
sorgte aar (Ke Her^e^scbaJffyiig 'der rohen Materialien (des 
Pergamentes, der Dinte et€.), vertlieilte dfe Arbeiten, zihlto 
di« Gelder ans, für welche Bemübnrigen« er eine'Päuschsümme 
erhielt. Aoeh die Taxation des -Wisrthes dieser BiKlioithekenj 
fMiRentlicbr bjsi Todesfäienv fiel den Haodsehriflenbdndforf) 
aofteim*, dreiPariser Libraities ivareb es -2. fi.^ die 148&'beiiii 
Tode Känig Karls Vf. den Wertfa seiner SibliotBeb im Lontpe 
(850 Bände) auf 2323 Livres 4 Söiis f^ststellteil. ^M ^ 
I ) Si 91. • J e a n de R h e i m s , einer der Unierceidhner deb 
Statutes, von 1323, kommt - ausserdem -fiocif ärls : Verkäufer 
einer Handschrift von <S. Pauli epistoläe cub'glbssQ^aitis^^ein 
18.. Jahrb., ISO Bl. Pcrg., *-ol.) «vor^ Der iVerüierk Inf A^ 
Hands^rift selbst latitfel: ■•>' ' * ^ » -' ' 

Constitit 20 f. psr. a Johe de remts librariop^aris. inetis^ 
> Octobr. ettii ego ibhs de Seafaoi 3^) ' ' 

In der Besehreibung der Handschrift wirdVKe^e IS^otij 
als aus dem Uebergäilg»>v^ffl 14. zum 16. Jahrhundert her- 
stammend bezeichnet; es'>^fir«« daher allerdings möglich, däss 
man es ^ hier mit zwei gteidbnatn1g«t),'aber ifricht gfeichfceitigen 
Efondäcbriftenbändlern zu thun* Mtie. ^ - 

».98. Robert Lecuyer. Noch 2f Jdbre später,' 1397; 

. • . •• . . . j • . • < 4 



>!)• fiscal htst^iipe 8or Ia bibliQlh«4iiie du roi. Paris 1782. 12. p. 194^« 

P) B^land,..^, geschichtliche Nacbricbt fiber die ehem^I. , DomstifU-. 

bibliothek io Aogsburg. In: Arcbi? f. die Geschichte des Bistbuins AggSr 



— 1$ - 

m 

4«deit ..er üfib\ abJBöeh^rlie/erai^ xfcs Bei^og» htAnig Ton 
Orkantj ¥[ie. nacMefa^nijlQ QuiUMHg belogt :. , . 

Robert lieaeuier,. iibr^ice, confeßs^ aHpir ea et recm de 

: J9)0Dseigiieiir Je duc d^OrUena, p^r les: mains de iGodefroy 

Lefevre» varlftde chanpbj:e et garde d«s d6oiers.de eoffres 

du dA seigi|i9ur, la «orome de buit vii^^ oscuz .d'or,; pouf la 

::?eindi<i9iQ.^'w Uvte M e&t. le fait des Jftoumaln^ «#(;ript> en 

;, fr^mQmi coippUe p^^r teidpire, Sue^o^eet hmm > d^ la.qußlle 

■ > ^mwe de Tjiip;(e6icu3 d'ordßasus dit.le dit. Robert $e.tient 

/ {^(]r.,bißn <0Dlt#nt etpaie, et efO quite ie.dit ipprisiegQeur le 

duc, le dit Godefroy et tous autreß ;. • .fait Tan if^iliccc 

iüixx,(J^4jäep4 le.iQCircredi viot sixiesme jour deseptQmt^re.^') 

JMeiSuQiQie iv«ar. eiu^ yerbiltiiiß^dssig sebr höbe. . . > 

Raoui'd'Orieans« ¥>on iiun rubren fevner'her:' Eine 
französische Bibel mit Miniaturen, aus dem Jafrre 1472M) and: 
Les' ethicfaesid'ürislötev. geschrieben im Jabre.l466..2^)' 

S'.95:'Btientte'Ängevin. Sein&Quittung lautet WÖHSch: 

Eslierine Ang^vio libröire demouraht ä Paris; eonfesse atoir 

eii'et receu de Godefroy' LefeVre varlet de cb^tnbre' et a^o- 

licafre de Bfonseignetir le dafe d'OrK^Äs, quatre rins' et 

'dieuseÄCuJf d'or ä h couronnedn oiing d^* France, pbiii* la 

' vdbte et delivratice d^un livre appel^ les Histbires scblastiilües 

'eh francois, achete' parle dit Möiiseigrieur d'Orilens^ des quels 

iiiinii escuz dW leditEstienttie se tiistit ä paii, et quicte le 

dict seIgneUr. Faitleorti« de fevrier tni! ccciiiiaxliii. — 

S. 96. * Olivier Üe TEmpire. Seine sihon erwähnte 
ThätigKeit als Mäkler und' TÜxator für den Herzog Ludwig 
Von Orleans im Jahre'iBflB belegt folgende O^ittung: 



TT—: r . 



11, / 



. *') Le Roux^ de Lincy^ la biblioth^que' de Charles d'Orleans a.son 
c'haleau de Blofs en 1427. Paris' 1843. 8. p. 39. ' ' ''*' 

>*) (Van Praet,) recherches sur Louis deBrnges, seigDfttr deGrotiniTse. 
Paris 1831. 8. p. 87. .. .1 , . ; •^ , , • ''£ 

**) (Barrois,) bibliotlieqae protypograpbique* Paris i|6.30.|44,p»d04. 



-- u ~ 

' Mliistre OK?ier ^e lienkpire , Tuh le« quatf e makti^«« 
principaux libi^ires de TfiniversiM d« PaHs, confeste avoir 
eu et Peceu de Mian Poolain tr^sori^r d« Momeigneup le 
duc d'Orleatis, la seinme de qoaraiile hüit S0I2 Paiisis 
qut deubz lui estotent pour aveip pris6 cepiains livres que 
)e dit Monseigneifr ie duc a a«hetez au moks de roars 
dernier pass6, les quelz fenrtfnl feu laeqiMfi Bauehant de- 
mourant ä Saint Quentin . « . . df< k q««He aotmne de 
xlviif s. P. ie dit maifttre Oiivier setient k bien paiez et 
quicte. Fail Tan mil ccctiiinr et efeize, le- (^yemanobe. y« 
jour d'avril avant PagqtM».**) 

Henri Maristoeh, libraire, komrbt im Jahre 1888 

als einer der zeMreicben McberiteCerönten des Herzogs Ltfd'- 

m% vxm Orieana vor. Ldiul nadistehender Qiiittiiiig lieferte 

jer ein Gebetbuch für 4 icus d'or: 

Sacheni tUit quo je Henry Maristoeh lihraire demeupaitt 
k Puri», eoafoaß^ avoir w et re«eu 4^ Monseign^ur le 

. 4iic d'Orleens, par la noai« de Go4elroy LeCävre varlet de 

chambf e du dit seigneur .^t gprde des depiers de 9ea coffres 

. to somvie de quial^ escas dV ^i deubz m'estoiiQiit pour 

. la T^ncüoio« . d^R^ b^ures d^ Noi^tre^-Pam^, k ix psfimpes 
e( k U l^^fis^ d^oees k Qui|lf(ume de Conss. da ia 

, (pell9 somino je. me tieng poor <soQteAt et biep pay^ p « • F^ict 

Jte Teodr^di ixi. jopr de inajv> l'm piil ccciniin #il)iiict.''^) 

Henri de Tr««4>:Q,. til>raife, kppiint in dempelben 

Verbäliniss vor ; doch macfiie er eigi^ntlich iiur den Makler : 
Henry de Trenon libraire, ea sop npni et en faisant fprX 
en .ceste parüe de oiaistre Jehan Goplaip maisüre ep 
tbeologie, confesse avoir eu et receu de Godefroy Lefövre 
▼arlet de cbambre et apoticaire de monseigneur le duc d'Or- 
l^ns, cent livres tournois qui leur spnt deubz pour la vente 



m^ff^ 'i*'! II t^TT— y^^» 



M) Le Boox de Lincy I.e. p.84. 85. 
•«) lUd. p. 8L 



- ;l? - 

d*iui Uyre en fraocQis oppel^ le Raciomiel 4f9 ünfn^ Offices, 
qu'il a l)aille et Ii?re pour )e dit seignenr, des quelz xent 
Uyres tourjQois le dit Henry ou dit nom /se tient kbim paye 
etenquictele dit seigoeur. Je dit Godefroy et tons aulres; 
et aotre ce le dit Henry promet acquiter le seigneur et le 
dict Geffroy. env^rs )e dit jpaaistre Jebao et t^vu^ aotre« et 
promect estre oblige. Fait Tan roil ccciiiin et quat4>rze, 
le mardi xxime ^our de /evrier.**) 

Guiliaupie Deschajups, libraire, Bücberlief(^iaflt 
desselben Liebhabers im Jahre 1395 ,. laut picbstieheinder 
Verfügung: . 

Loy^ fils de roy de France duc d^OrlienSi cooite de Va-- 
loiz et de Beaumont, ä nostre aime et feal tresprier Jebap 
Poulain salut et dileccioa. Npus vous mandons et yous 
enjoigoons ' expressement que tantost et 9ans delay verres 
ces presentes, tous baillez et delivrez ä Guillanme Des- 
cbamps libralre la somme de deux cens trente cinq francs 
d'or f en qiioy nous lui sommes tenus pour unes croaiques 
' de France ystoiriees et toutes completes, que nous avons 
acbeteeß de lui ... Dönne ä Paris le xxi« jpur d'octobre 
Tan mil ccciii» et quinze.'^) 

Es muss sich somit um ein prächtiges Exemplar ge- 
bändelt haben, 

' J^ehan t!oIin. Obsdhon er allerdings ausdrücklich 
als Schreiber erwähnt wird, so scheint doch Grund genug 
vorbanden zu sein , ihn als Inhaber einer förmlichen Manu- 
Scriptenfabrik und demgemäss als Händler betrachten zu 
dürfen. Zuerst kommt er als ebenfalls für den Herzog Li^dwig 
von Orleans arbeitend vor, und zwar im Jahre 1394: 
Jehan Colin ^(iripvain deiQOurant ^ Paris, coofesse a¥oir eu 
et receu de Godefroy Leferre ?arlet de cbambre de Mon- 



>•) Ibid. p. 33. 

^ Ibid. p.84. l^ 



■^ ik — 

seigneur le int d'Orliens et conimls k fecfeVöir' leg deniers 

, • • • , • • • » 

' des coffres du dit seigneur, la somaie de yingt livteö tour- 

nois-, de Targettt des coffres ^iu dif seigrieuf, que cfeue 

luy esloient pour ung livre de Saint tJr^goli'eJ pär liii escript, 

ou quet estoient les OmelieS' s'dr les' xl Evangiles et les 

• Expositions dessus . . . L*an mil cccüüm et quatofze, le 

venredi xxinio joür dfe juillet**^). 
Im Jahre 1409 verkaufte er auch einä französische Üeber- 
s«etzung der Dialoge des heih"'geTi Gregor an den Herzog von 
Berry für IS kuls d'or.*^) '^ 

Jehan d'Arras, libraire, besorgte laut nacbsteheuder 
Quittung die Ausbesserung eines Buches Tür die Herzogin 
von Orleans: 

Saichent tuit que je Jehan d^Arras, libraire, denK)urant ä 
Pdris, confesse avoir eü 'et receu de bonorable homme et 
saige maistre Pierlre Pgquet, recevei^r des /inances de 
niddeme la duchesse d*Orleans , Ja somme de vingt-quatre 
solz parisis, pour avöir fait et mlz appoint uh livre ap- 
pelle Gyron le Courtois; c'est assavoir: reWusii la. plus 
gfant partie des cäierS d*icelluy, quicKeoient, et le couvrir 
de bon cuir vermeil, et . mis 'qiiatre fermoüers/ii dieivant, 
et äux deux cost^s autfes deux, ainsi qu'il appartient.. De 
la quelle somme de xxiiii s. p. suis content et biei) paie^ 
et en quitte le dit receveur et tous autres ... Donne 
soubz mon iseing manuel cy mis, le xviife jour de janvier 
Tan mil ccciilixx et dix-huicl. ' ' , Jl Arräs.**) 
Er war somit zugleich Buchbindeir, oder derartige Commis- 

' • * * 

sionen fielen ebenfalls in den Bereich der Handschriften- 
handler. 

Thiveniri Ang'evih, libraire,* Der Art und Weise 



») Ibid. p. 34. 

•') Barrois 1. c. p. 97. 

**) Le Roox de Liocy 1, c, p«4S.44. '* '^ 



•t 



I I 



- 17 - 

mntr Thätlgbdt als Agent d«s Hen't^ög« ' v^ll Orkans würcle 

scbon früher gedacht. Es bleibt d^dhef nar flbrig hier einige 

seiner Qnittungen als Belege und aur näheren Erldutening 

dieses Verhältnisses^ folgen 2u lassen ; sie sind aus den Jahren 

1895 bis 1398: ' 

le Thevenin Ange'tin, confesse atoir receu ä plusi^urs foiz 

de monseigri^urlediic^l'Orliens, parles niains de Godefroy 

Lefevre, yarlet de chämhre du dit seigneur et gardien des 

deniers de ses coflfres, la somme de tföis cens francs; 

c'est assavoir, le xlijcjour de fevfier l'an iiijx^et xriij, dix 

francs, )e xxvj jour du dit, cens oinquante, le xix jour 

d'avril Tan itij^ et xv. cenl, le xxvHj jour d'aroust ensui- 

Tant Cent, et le iiije jour de decerobre eosüiiravA' quarante 

poür acheter parchemi« et escrire le livre notnihö lo Mi- 

rouer hystorial^ contenant qtfatre Tohimeiä efaütres livres 

et pour paier le^ escripvains eft enluäiinetlrs ^i ei^^ripsent 

et enluminent les diz livres pour ledit seigneur.* Ea=tes- 

moing de ce j*ay escript celte cedüle de'fli^a propre ibain. 

Le xiie jour de fevrier }'an mil trois eens iiün et quinze. 

t. Angevin. 
Sachent tuit que je Thevenin Angevin confesse avoir receu 
de Monseigneur le duc d'Orliens, par la main de Godefroy 
Lefevre varlet de chambre et garde des deniers de» coffres 
du dit seigneur, la somme de quarante #ancs d'or> pour 
acheter parchemins, et. pour bailler aux es<^ripvains qui 
escripsent pour le dit seigneut lo Livre de la Cit6 de Dieu, 
les Livres de Ethiques et Polithique, le Livre du ciel et 
du monde et la grantBiblei En tesmoing de cej'ai eaoript 
ceste cedule de ma propre main, le jeudi absolut, qui fu 
le xh^e jour d'avril Fan mH ccc quatre viiis et seile. 

' T. Angevin. 

Sachent tuit que je Thevenin Angevjn confesse avoir eu 
et receu . . . la somme d« iciÄqtiatite francs, pour adieter 
parebemins ^t escrire et eidutniner le iivre nommä-leMi- 

2 



^ 718 .^ 

^/..roiiertilMiMiorM/et .$^^ ßn[%enm<img de ^ )'«r 

M .fPWpt' c0ß(fl (Vedute d^ mfi profre.m^ift le U^r^ jourde 

JWJngMran .i»M :ÜijC UiiK et xvk ;,T^ ij^gavip» 

(i Sapbeat tuU qua: je Tbev^nip AogfiYPQ, cpiifl^a^^ avair ea 

et receu • . . la somme de quarante frans» ppqr ppier J^s 

.. (escripvaips I eolainin^^ura Qt a^(res . d^nvi^i^^rs ,qpi foqt pour 

, \% dit won^eign^ur d'Orl^aj?^, J^ JJipoußr bis^pri3l. En 

. tQ9ii^<oin d0, €» . • , . 4e..*/BQa»d' jMr de aiep^^mbre,. X^n mil 

; .ciee> iUiu.et j(fj. ) 'r ..; .- . T, Ang^vjn. 

/ ,, Swliaiit,lait'^ue jje^ Tfietenm Angevi«, lifcjraire,: Cftntfjsse 

I ; 4vaije eu:et recau • •• la ^oxßO^ß da qua(ami^..fr«|is, la.qiielle 

ij^omna 4<!l> ^l fitaafl /m'a dom^ le dit .aeigneur, potui? 1^ ^er- 

>: i^ica.qM.jt) ly ay,fftH en, soUi^itant. et payan^ de^ di^wers 

i.dtti ditf.ft^aaur» |ea asenipi^iM!, aQhitopiQaur^ ßt. autres 

, ..QOvmrft. qfi mliM^riipt,.»ik eqlamine pg^rje dit aaigoeur 

t: JajiUvfß .if^omipo. iQiiMirQuer jatoria],. ^dtanaat quaira vo- 

lumts, .ülr ajiayo^iautfaa ;lif:res« De la quük. aominQ de 

., : xl frm^ Je. »e,tiaii» pourbieq paye, ctj an quitta: tei dit 

. :(iodefroy .^ {qm antffis &. qui quitiaQce an puel appartanir. 

.£q .taaAPQipg de ce jay escript cette cedule de ma propre 

;; niaUv/.ia Uara jo^r da janviar J'aa mil ccq äiixf et. seize. 

» .« . T. Aogevio. 

'6Mlie»tr|iiit: que je Thevenia Afigevia CDöfesse. avioif eu 

i|t iwauv.». la somme da. 6oixaQtfefraacft:d^or» pottrhailler 

•aux je&<fripyaina iqui aäQtipven^ pour. le.ditaeigi^euF laUvre 

d^ la €Ui de Di)au;: Ethif«^> Politiquas, da: ciei et du 

). mondb, ai;lslBibla.g|Qaäa. . Bq teafi^oiDg de ce j.*ay eatjript 

tt icaata cadule ^a ma^ propre rnain» i^ xiLvf JQur,)du moya de 

Vi BiMri^r ran; mliljo^cJiM^.at aai«;e.i ! ,. . T« Angeym. 

Saßbam Miii qua |a Tbetaiiini/AögaTlii confea^a aivoir 

.iiiwau.«'.. .'IIa somme de cent escuz d'or pour acheter par- 

' ahAttina, ipoorjp^jar'. la$l^a€rlpya|os^'atJ:faIam^ qui 

' .*«lua'ipr«i|t,«t:afll(iaitaapfc:p(Nir mon.^kti seignoftrJa graut 

-i: Biblfiii^öaea» Itia 'Croftiquati de ifiurgiia», ;ieal4ao.4iital(ioDs 






saiat ßernard , Ife livn i/t TEmpereuv. Gf ipstieli et aatres 
livres.' En tesmoing de ce. }'ay escript teste odhila: de 
ma propre main, le xxib jour de novembra ran nil oee mi^ 
dix-huit. . . T. AngeviD;. 

Am 30. April 1398 empßng er sodann wieder 100 Franken 

und am S.Juli ld0S M Franken. M) ^ 

S. 98. Hugutt Fonbert, libraire und eiriiUBineur; 

ibescbliesst die lange Reibe der Bucberiiefei*iiiUeii des Hereoge 

Ludwig von Orleans: 
Saohent tuit que je Huguat Foabavt^ libraira et enlutnineur 
Ae Kvres^ .demourant ä Paris y eon/esee evoir eu el reeeü 
de honorable bomme et sage maislite Pierre PoqfUef , re*^ 
ceveur des finances de iqadame la duchessa d'Orleafls, la 
sommc' de soixante solz parisis qui denba m*estoient, pont 
avoir enlamini d'or et d'azur et Ae Termillon , deuif petfg 
livres poar monseigneur d'Angeuldme, et pour Philippe 

. Mons. d'OrJiansy et pour ieeotx atoir liez anlre deux ai^; 

- couvert de cuif deCordoan vernieiL De la quelk sofliini 
de Ix. s. p. je me tien ä content et bien pale . • . Ler tt^ 
joiMT de f^f rief Pan mit coec et ung. **) 

£r scheint sonadh auch zugleicb Bttcbbinder gewesen zu 

sein. -m. 

&100. Regn»ult du Moi^leU Er wird auch du 

Montct genannt um} Ueferte ferner im Jahre 1403: Ditz mo- 

•rayx des philosephes, .Heure? ä l'usage de nöstre Dame tind 

le' livre de Handeville an den Herzog Jobann von Berry zu* 

Isammen zu dem Preise von 8ft tous d'or. '^) 

Henne quin de Vucelay, wobnbafl in der ruooeuvA 

Nötre-Dame, gehörte ebenfalls zu den Bficdierlieferaiiten des 

HeFEoga Ton Beroy; im Jlabra 1M3 verlraufla er fAr 200 ^cus 

d*or an ihn ein: 



I I 



») Ibid. p. 19. 85. 36. 37. 38. 44. 45. 

»*) Ibid. p. 45. 46. 

*^) Barroifl i. e. p. 95. ; 

2* 



^ ,20 — 

c gros liyre:aii]i^dIIe.les.,Croni€^es^ de fiur^aes, esorit en 

f .< fräneois de lettre de court,,et aucommeaceiüent du ;se- 

' cbDd fettiUet eat escfit: N'ont mie« et est: coiivert de ve- 

luyau reritleil, ä quatre fermoirs et cinq boutons. sur cha- 

Die Angabe der Wohnurrg (in beliebter Sticbbändlärlage) : be- 
^iQcbMgtjWahl, ibn mit Sicberheit zu den: HandsehrifteahaDdiern 
zii.Mhten. Pagegen isi ^s. migerinasäen zweifelhaft, bb inali 
Colin Beaucousin, der im Jahre: 1404 an ' denselbeki 
'BJAQtletrtiebhaber den dritten fiand des Mifoir historiat de 
[Yi^o^nt. Qscri^; en fran^is^ de letitres d«. fournie für 40 eik^us 
d't^r.xerkaufle, d^au «ählen darL — •:. A 

i;! , ^S^lOl;.. BureaiU d:e Dampni^rtin. wird ^ucbichan- 
fi^ar gieaanni und verkaufte schon im April 1402 ein Werk : 
Troyei :le;,grant be?eichaet,> an; den Herzog Von. Berry. '^) — 
'.,. , $,.jlOß.: FrtemJn.die ReyelTe, ohicbon ntir escriVain 
g^napHt,. scbi^iot.denDoeb j^liuch alsLibraire^fun^irtzu haben. 
lAidein tnventar 4er BibliPithek dies Herzogs von Berry fin- 
det sioh. der .Pesten? V . '. . 

Un livre ouquel est ßontenu tdüt: le Sautier, eöuvert, de 
I -cuir v^r^eil» |ii dexix fertnoirs.d'atgent 4orezf eiroaifleE aux 

armes de feu messire Jean de Montagu; lequel livre fut 
..l,d^dit,.d6fDm;t> et lleityoya querirmoo .dit seigneur^ apres 
. .«a a?ort , chez'Fr^min de Reveile,><^si!rivain, demeuramt ä 
i, :Pari3, le .26« jour d'octobre 1409. ,■■ Prise 20 livres par 
_;,risiß,*?) . . . :/ .' 

Wahrscheinlich war es ihm ilim commissionsweisen Verkauf 
übergeben wlordea . !« ./ . . • ' . ^ 

ft (V jl.nUan. Simotn.uilbd/ 

Vi. ; HieLTiaant Aainse/ kadafaien beide .zusammen in deni^ 
selben Inventar in folgender Weise vor: : - 



»•) Ibid. p. 89. 96. 
•T) Ibid. p. 89. 
»; Ibid. p. 98. 



— 8* — 

ilo&.j^efti^ 9Me.en h^r'Cß\v^U*4^ drap de. 99^111 var- : 
ineily aux armes, de M, geraie d'an baiay :et dedeusgro^y . 
ses perJefs. ;Pfisez 32 liyres..,p^is||5; et la Ri^hi fi )e^e,| 
prUee ipar Julien Simon et Hermant jRainsf cec^^ai^ii^.ff^f 
Ohne Zyf eitel waren, s^.l^eide Librairear.ufd .zwar I4br^i/pe&; 
prij^qipaux, dje di^e Ta^alioo iii ihrer amtlichen, EüjgQ^sc^tltt 
statqteninäasig vornahmen. t .: ' :|, mi;..* ; li 

,. Nicolas. Flamel. . Der Bf trag seipesiVermög^fi^ ;wifit. 
zu 53Q0 L^¥|ea ; Ji;Ourn. , eine fleate von 676 Liv^.;^ Soi$ gß* 
wahrend, angegeben,^ für jene . J^eit^- ein sebr .bej^epitf^fl^^ 
Beicbtbum. -7 Die Happtoioinente der ^xk betr^ffep4p9r. Sa**) 
gen sind folgende: Nicolas Flaniql ,spU^. (für. :^^i.>Gi4d|qP{ 
ein ialtes l^ucb gekauft haben,, das, |9\ti„^^9ginpDdyigpscbrie- 
ben« ;dreintal sieben Blätter enthielt,; mit MiniajJirea gf^ebmOdrt: 
und, in bebraiscl^en, äthJLopjs^en, arahiscfaiea und gipe^hi^cben 
^chrift^ügen abgefasst, , war. Den Deckel tojf ((^^ cabbalisilisf;)^ 
Embleme geachmufkt haben, ^il i^aj^re lapg; sflUe-nuaiFlarj 
m€)l über.^en gehc4mnis6Vollen S^cbriftsi^engebir^i^. ^ft^i 
obn^ dass es seinem Weineq upfi. Bet«^, gelungen i^^i^r^t fl^ 
Schlüssel zur jBitfzifferuBg derselben zu. erringen». . Da, e^t^r 
^ci^o^ß er- sich wf einer Wallfahrt n^eh Compo^tella und 
fand glücUicheiriiveise den ;'jüdij$objen Arzt Meister, Qancbes. 
auf^ ;den er mit nach prl,e,qns zurückbrachte, ^ber,^/^b,,vrai^ 
Elamel nijpbt . ganz in die; ü^ysteri^n eingeweiht ,./ai(^ 4li9a^ 
Lßi^rer starb, und yvieder verginge^ weiter«) drei Jab^a,, ^(^q 
ilim . die .Entdeckung, ^es; Steines der Weis^j^ .ge^^f^.ijj^ijE) 
Moi^^a de» 17. J[?iwgr J 382,, um die Mit^gs:?§it, a» M M^ffl 
gelungen ,i^pt&r BeihuKe der , ^ebepe^ejtea Juj^fx^aii j|pp4- ^ip^^ 
halben Pfjundes Q^ecksiJbef §ilber 2m,jerfie,ugepir,i]9atei:f|r« pi^ 
es in den :Bepgw^fken gfyvgnnefi .wAJjW^r, ßupcie^t.iTagei i^i^-j 
niger drei darnach, am 25. April, erzeugte er sodann aueh 
Gold. Def Besitz des Steines d^r^Wi^fseti ' siüibd'i^' bekannt- 
lieh dein atlgemeio^n Glauben nach'Aicht al)ei)i uijigemessepen 
Reichtbum, sond^r^ auch e^ige Jijge|;^(l ,(i;)ir yp^r.gpw^lt^mem 



_- iiji -^ 

Tod« sthitii^ ^t nich!o'^^'>^är2Äigieich eifi« ^(öb'^te Ah- 
welsüttg auf die himti^lislche Seligkeit. Ükn der Züdiringlidh- 
kelt der Goidbedörftigen tn eir(gehieh , sali Plamel mök end- 
lich üiit seit^e^ Frau Pet^nbllis n&th O&tindten Kui'fltikgetögen 
ImWh, #ö fer, naeh dßm gatix ernsthaft v6rgebrachteii Zfetig-^ 
dd^b <ditliger Schriftsteller (Paul Lucai'ü6d SMtitfoix) nbth 
im Anfange des 18. Jahrhunderts gM^bi uAd ^He zwanzig 
Jfftbrä ZUäatnmehkfinfte mit noch secbi slndtiren ehrwürdigen 
Adepten, Ae^ ebenfalls dort in ZurAckgezogei^h^t lebtiäii, ^^<> 
Hftitcltt biben soll.**) Dnter Nieola^ FldmeFs Miamen geht 
ein alch^Mistidcibes Werte : De la transförmatit>h m^tafflt^ue, en 
rtthWie frfttijbis. Paris 1561: 8. r Lyott 1590. 16.; 1618. 8.— 

S.105. Hei'manh voll Stathöen war im Antünge 
stdties Attfenth^ltes zu PäHs Abr Gehälfe bei Jean Gayb^er/"^' 

S. Uli Deuts cbla Ad galt in den Augen der PriiA^os^h 
i^nd Italiener Aoth immer ^h das Land der ßarbareti ; ein^ 
lübeti^i^enbe Haädlun^ war es, die hier vergräbeilen literft*^ 
rii^beA l^ebätze zti bebeA, ja zu stehlen^ tind freiniide Geiebrte^ 
isüä Reisiinde m&gen im Läufe der Zeit so manches hei^Aüs^- 
getogen haben, namehüich als die Liebe m den Klassikern 
Miedet* erwachte. Schon Gerbert (später Ptipst Sjfltester IL) 
flchräibt über die Anlag<^ seiner Bibliothek: Bibliötfaecam as^ 
irfdAe 6i6tt)j)aro, et sicut Rorhae dudum acf in alii^ partibbi» 
ftdliaef, ih Germania qtko()üe at Belg;fca, scriptores Auctöit^ütn-' 
(}Ü^ '^iedoplaria multitüdine nummornm redetni.^*) |!h^ 
IHitidscilHfteti standen fiberdii^s in Dentschland im AUgeniei^ 
Aen iä ItAherem Werthe; dtds geht tAta ^ahraiis hervor^ 
das^ nbdi die Statuten der Prager Dniversitat den TerkaAl 
d^rsefbten düröh ttotarielle Urkunde, der in anderste Läbder* 
nur ib älterer ZeK TöriLOiumt, ab etwas %tta Gebriuchliebe« 



»*<****fc. Hill I 



s*) nambor^er literarisclie «• ^rititcb« BUUer« l^S, Nr. 59. -^ 
Hoebsen, J. C. W.^ Beitrtge zor Gescbichte der Wisseosobarten in der 
Hark Brandenburg. Berlin 1783. 4. p. 18. 24. 26. 

^ thuDeUat de l'atMl, d« tl«ig. Tom« IV. 2. (.8L 



\bscbDiU ttber dia Püttblm iHtd'.fiebihrlui iideftt Notars 'iMo'> 
Ujiinn1riUil'lin»i'ies; nimiith:' Heini ptioik}uGilibtt inktk-lifls^nto 
emlkioiB' libvomim ; usqaeiirii 20 flohwosy t^Bivtebfeat) )Aoa»H 
gnümb ;idHdQ(fioiiMH8 hibeätddos '^rMsM} a^M 'baii|äeiaä < 
4B: flo^iHXB'ifaabidat Ireft.grota)^ «t(ij*'i)>' i i>/ > «Uitrh 

Däss AV^MiteiiMfl ÜMt^rattibn* '^^n"ä^' ^riy««^ 

uM Fi'^ftki^icli», beweist 8chMt'«6r=t]Mst«na';''dä^ Uib'^Ski^^^ 
tüten aus deifa 15. Jiibf>lrafid^rlMde^^«n gür' lUclft' eMbtäC 
ehrkbnett. Jn, Wt^g^ing sogar die'fitcll^aiFfötihbtrlB^irifaib^' 

dfet ^^tih d^ i^eiitn Hi»ft6 dei 15. JirUfhtfiia^rti» ge^^i^^ 
deten Universität Ingolstadt- in, fn^d^^'^üi^'^nMlf mAil^ 
TeidaAgl'v «OBd^ti-nfargiSViinKht.'vtiMyijdairt ih ttk^JbUst im 
eigeQl!höiiilicU6d<UlBit2 derjenigaa Warltio ÜciiJ teOwl^il ttiölAi' i 
ten, über die srannk^ileseii geiädten.'^) -^ :<> ; li.> ( ' : i 

S; IIa. DJ* üac» W. W.Tömek' ilttftf • Äiif' 24bP«erie«i^^ 
g^n Personen, dt^ iri'f^^ag d«r Jtfrisdiciibtt d»i'>R<*etoHs'd@i^' 
Utiiv^rtftät mxtferWörfen Waren ubd' i:df<>?bl«n Üdtb^^^beä^Ü^ 
gfehbtten, sfchott'^mil einem frVs^ezHihcn auffeeWhWeiif i^BBi^' 
siliiet'' torl BtbHdOiek^'«' VdrffandMn-' sich naeb EtttSfdit-ih'' 
d^n'<WiJHläul'''der Stktuteh ^in lHafld8ißbrihenIifinail)l<i(Ubräk^i¥]|.' 
D*^ betrWeÄde Pa^sns laüiAr'^t^ l<«d6r'=<fehehtf'^n«jilrä''' 
mddi§, ^diBtis'pötUst, quod diijh««' s^'^Mi 'AittlfiiriVtoi^»;; 
cbfrerfores «feriahim-, tasore^ per^WreniJ''ipofllliWHf^liÄ^^^^^ 
rii/'^tbliilMHi,' H^itorfts hln'örM''W(^i^<MKUl4ef^^ 
atque omnes qui ?i?unt quolfammödii pHÜntW^M^'; 



!■ ;.ri 



< > r I 



." i'i .i' .il i,il8T*':'l JiJTi' ij 



. ' «V) A€U litierarie BtbmiH hi Vtcmii», VAAUtAl 17702 '9. • p.liZl. 
**) Annales logolsladiensis academiae. Inchoarnnt V. Rt)tBiiQ>I M J»^ 
Eii^r. Eh^Mifil tl tMtftto««ll «vtlv^MtfdmiV' i«%dlaMtfN:ff78gi; 4. 
Tom.lV. p.7a ' 1 .S:l . ::i " 



siibdUi sint . fieictori Uoi^r^milfttis . et jürireht aal proitaititalult : 
eida», et cum effectu ^t realiter iotUulentur.'^') -r«r 

S. 113. . Die Bestioimung der Wiener Univ^erskätestatuteiH 
ditss. kein StaCioD»rijus oder^ Librarius von einem Magister 
oder Studenten ein Buch al& Pfand. aBflefamen oder kaufen- 
dürfe, ohne Vorwissen des Bectors, 'isDcbte ihren Gründe 
zum Tl^ei\ darin, haben,, dass es o^ g^pug &d^wer war, Si^ 
cj^erbeit in ^etrelf d,er Bqrech^gung d^s PJandg/dbers o^eT 
Ve^kaufters zu erhalten; denn pamentiich in filößt^rn, Süfti^ 
und Kapiteln war es gebräuchlich , den Mitgliedern eins^liH' 
Werke avis der Bibliothek zjur Benutzqng «^uf Lebensi^eit 91 
überlassen, w[<)rüber nidit immer in den Handsebrifteu selM^ 
ein Ye^rmerk gefpacbt wurde, der Librar^us alsp in manehin 
Fällen von vorn herein im Zweifel über den rechtmaa^igan^ 
i^rw^i^ ^ein ;kQi|nte oder musste. — 

Sk'lliw .A0 fiaohrichten^ nimeweit der literarische V^-^ 
kehr Ml Wien eitifFickeit' war, ; mangelt es gluKtioh; nicht tin 
einziger Librarius vermlig mit Namesi nachgewiesen m wer* . I 

de^ Mfii; Andeutungen, in Bezug auf exfa^ren sind etf, dass 
djie^I^;ei:gamifntmficher Wien^ (hier P«echeler> genannt) im 
Jahre 145(ejne eigene Zunft bildejten*^, der 3edarf mi die- 1 

sem kostbareren Schreibmateria) selbst zu dieser Z^it also 
npch ansehnlich gewesen sein muss;. dass ein so raffinirier ' 

Buehersamn^ler wie. Richard de. ;Bury. auch ipit deutsdien 
Stationariis (die doch nur in Universitätsstädte^ zu suchea' 
sind) ^n, gescbäfUiicher Verbindung stai[id und.;da$ß. das Vq^t 
handense^i der ^Puecbdruckher" und „Puechlüfijrer" weiter-, 
iu das 15. Jafirl^u^d^r^ ziirü{qkreicht, al^ Denis in. selber Buch^ 
druckeirgeso^^t WifW i^cbweist^^) — 



> I 



**) Acta liUeraria Boh. et Mor. Vol. II. p. 233. 
.', ^) Perget; ^ R. y./ der Don CB Sl. StepkaA.in Wieo. Tmit 1854. 
4, |iul{)4. 

«») Sphteger* h £.* Wien« SkijszQH des NittAlaliefB. tkm Folg«. 111. 
Wien 1846. 12. p.449. 



} 



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^ , 'v^ilV" -^"^^ "^^^ 



fiivtc^ Am^ uod Wi«a^ iii der.Oif^bisatkHl' deä Band^ 
sobrifleidiaBdels elngr^iEitadere Ablveichungeil von der iiur«fei 
baröboäea Voärbiidea: Paris, sa isl tUas in wek geringerem 
ßfftda der FaU bei diu* oaohst Heidelberg entstandenen deut-^ 
jMßben Uoi]irer8ii4t: tjöin,.. der • bedeutendsten tbediogkobeQ 
Hodiscbnle Bentaehlakda« ;GleicbVii^ ia Heidelberg verweisen 
ilvr« Slituteo in Zwejfollilien auf dfb Pariser EitorkliiUingenf 
^^dacb.Zi^igan tire deiaitir audgesplpoebenen Satzangen (Tom 
l9tee 1392) die mildiere und firmiere Auffaas«n|[ der vorge* 
i»)briUeneli Zeit. AucnysQ C5bi gehörten die.Scriplares and 
Librarü (d^ Stationariats wird gar keine Erwähnung getban) 
-«ii»^d!^^ Untergebenen ( wbdHis , ^ der Universitäl! 

uod^w^en dw Jttrisdielion des RectOr^ udterwprfen*, ibrci 
Annähme «rfoi^a jedocb ilWii atifdieieiofache Pariser Wei^^ 
sandierji durch Wahl in danXCimireat^n der einzelnen Facu)^ 
tat^j^} oder der •i^nscu» ünivenital. Demgieieaas durfte aucti 
"trorbLajOü^ebnieo a^iiiy dafis Waniga^ens nicht alJe S^cri- 
p tores Uniyemtfitiiiiigishi^nigev wäre« %umal aueh späierhia 
\» im 8latirt^::niir im df«»\Libi?9iri«^ di»; li^e ist. Oa^ 
Aii^ireii' darfaodidaieil, da^ Sti^ineiis^aiiQelii. ihr#r$eit« und 
für sie, war atr^ngi^unter^^gt« .\NaQh -arfolgter Wahl haiteni 
m eid^ faierlUt«««j£M> äb$4* !dte Bafolgung dpr $t«tui^ i^ 
die Haode d^ Reetcü^ ^j^aleia4en,.w^auf sie dieser ia, das 
Albuia. (jlegialruin;) .d^\,|ytniverstfät eio^ug« Die-6ebttbren 
hierfür .betrug^ an ^^.ßeclpr ^chs^ an> den Pedell einen 
Weisqprfeijipij^ (Aibu^), die für die Ausfertigung tjind Besiege- 
],m)g^ efn^s Au|nafim$z^i^nisse^ .^^& Groscbien. Die . Be-- 
süwn^ung^n über den CfescbafMfyerk^hr der Librarü beschran-- 
lj;en ^ich ^ucb fAr Cöln aussebliesßlit^b 4ltl den Conymis^ons- 
d^hit . von Handschriften« Reelle l^andlungs weise bei Kauf^ 
Verkauf und Taxation werden ihnen eingeschärft, das Ver- 
stecken ihrer Person hiqter simulirten Verkäufern oder Käu- 
fern untersagt; gleicni^j^^ ip Paris trachtetj» man danach 4en 
directen Uebergang der Handschriften von dem Privatverkäu ^^ 



— 2ft — 

kr ad deh Sucbe&deQ! ku befördern/ fami dimft ihrtif'Ver- 
theucrang vorzubeugen. Deshalb durften die EiHiriirii<:aaQi 
cotnmiBsions Weisen Verkauf 'erhaltene Haadscbriftefi iiidit. «hei! 
für eigene Redhtning ankaufeiil, beror 'sib ikitht tieriWobbeii 
lang in den Thören oder Fenstern ifar^ LIden und BttdeB 
(in vatvis seu feltestHs domornh); oder hanciteii dieiCttneitf 
Librarii tkUeicht, gletcb tinsem bentigen bleiaeb BScbenr^ 
trOdlern, theiittreise in d^n Thorwögen der Räaa^?)y! a^ 
Sonn-* und FerertageA am Portal (oder Kreuzgang S aibbtoiMV 
Aed Doms, od^r dort, wo gerädd die Messe ffir die Uldifdi^ 
silätsangebörigen gelesen werdki wih^de, öffeddidi zuitV'Ver'^ 
kauf gestanden hatten. Nur weiin der Verfctufsr nidit aiO 
lange Zeil auf das Geld warten konnte, wdr b» ihnen tiaich«' 
gelassen, mit Vorwissen* und EHaubniss des Reetöra odeir 6^ 
Majorität der Decane» die Werke päcb einer acbt- bis Vitir^ 
zehntägigen Si^hanstdlung aiizukaolbn« Daa Proeentverhölfiiisd 
der Commisslohsgebfibren war in den Stamen ikteht f^st^ 
gesetzt; die Librarii wairen nur ^verpflithte^ siehian'^die je-* 
weiligen Bestimmungen der iUnitersMt8feiehöi4itai! iÜ Mteü 
dieser Verdiehal e^heinl M«iit zi^miidi der V^Hlkilr<ijdie& 
Einzelnen anheimgegeben gewesen zli •sei»y tua^i die Au» 
nähme nretwIlligerGeadkenke bei dbiiaifiiigeiiOesdidfSeeiy'jgattz 
gegen den ursprünglichen PäHieir l^'si fiSfebgelas^in War^^^)*^ 

S. itS. Aus derartigen allgemeinen Angaben, wie z;Bl 
Emsige SchreibertbätigkMi ^n einem Otle, lässt sich aller-' 
dings nie mit Sicherfieit äas Vorhandinsän eines wirklichen 
Handels mit Handschriften folgern. So scheint es deriri aiidhl 
z.B. in der That, dass dieser in der C5ln so nahe' gelei^ie^' 
hen Universität Loeweh, die der Sttnnngsnrkuride zdfotge 
ziemlich ebenso organisSrt war, nicht als selbstständilger^Ge- 



*<) Bianco, F. J. ?,, Versnch einer Geschichte der enemat. UniTersiUt 
nnd der Gymnasien der Sudt Itölo. ftöla 1833. 8. p. 415— 41^. 431. 



A 



TOii Bkr^tind VfiM flähi'e I4tV, die 0^ä V^ykttdf oder lie 
Verpfändoög'VöriBüfehern' ofifle'Vör#lswtt d«s'fi«etOl% tinter- 
9ttgt;'&I^richt ^ai^tuVr^ gäi^'nkM toA H^nd^tfatift«t)hJkidierny 
sondei^ tnii* Vdk lömbärdiseheituftd ftndiere^ Geldweebsfarrf 

'^ 8. Itt. Die VferpflWMung zut»' Vorlage 'diftrb*! iten 
F>roi]>itfiitUtron^if b^miMeri ÖH|gfhaf)6^ aft 4en D^ecaü wdrde za 
iVi^ki selbst d6ä b&deiitättd$t«it VUiv€^ttStdtehl*6fii tiithi «r- 
fe^^h ,' Wie is. B. i\fi Phortoe^II ddr A#t(stMfdc4ik§i 'besa^gtr 
Anno 1419,' 8; Jubii fdit con^^gatiW facultatte iiittiuM, m 
^^Üätt labttitfe lü asffdiiomia Mi pi^öfiutlliiltidäe {rabUtJef 
nt Mafg. I(A; de GiMcrndeti ^(/rDinodi^tf' "va^ereC def^iirare , el 
dabatur licentia pronuntiandi per unum Magistrum, ita tameii 
quöd ipse fM^'toMgetel lOCoireCtA. ^) A«hlft)kh^ ^area 
die' Bttiiibht«in^«iftf in IngeUMdf, d^l^sen UM^r^ität nach d«»i 
Mllsteit del^ Wi^ei^ gelrilde^ worden Wdr>-- 

8/117« Ute ßiMtfrig dieser IHnifetbett LlbrttriM^s-^OUdet^ 
(Bl'Ggge 14S4>' StMi 14M) 2}^t be^Mderi , wie sehr d^dr« 
Lttkus tn 4«r AUsdlaUurtg ide^ Hafid^cAVifMti tita «?eh g^rif^ 
fm bätf«; deha ih gibg ntcbr A^eNnlHg vor ^kb, d^d^r* 
fhümrehrtii' Ftdg«: fott'S^!igl«itietiy iti d^e* di«' Kialtfgrli{Aievi' 
tifid Btfuibifi^rs (^licht^r^)' inH^ tden Malerü >e¥Wi^beH 
iv«i]rddll. Df^Jüni^lil -der ef^t^ri»ft>^ dte »kh bei jfhr^ k^ekütl 
att(A( d«s PiDfiieb Mdi^nl^ , wUl*defi^ in Geiil äUeh ' geAetbigtJ 
eib Tmm 4et ^IdciliabgAben der Hkltt iü litH^cMeri; ^Ui 
dei» b!eMff€ffi(d<itt OndotiMiKS ImiMt es : ' 

I Dat «0 wie ton nti vdttad», bifittiaü^ den ^öctt'fce^de M^de 
vfin Gbent tre^li^^io« Mi bruder wefckeade ddn m^t pefii 
Mti: t« mmie 'ttitit fiäeb^län*; Hweii^iie de n^rfftghe 

*^) Privilegia academiae Lovaoiensi concessa. LoTanii 1728. 4, 
Pars I. p. 67. 

«0 Kiok, R., O^aflbiitilj^'itff kii»; ÜttirmiHt tv H^efl; I. B^. i. Thi. 
Wiao 1854. 8. p.ö9. • 'l -l • •* --^ ^ -J - ' v' 



van de.geh^^ers vaa <hMI«i • tejden toebeho^ift hQ^,./^ 
iiy ighQhoudQii sal syn te coepepe deep YÄ^de yfiQ:4(a vrjfr/ 
bede van di^ neeriogbe van de sqbyldefs- voprseyU 
(lioen Blick JD die Aiis^ehnuDg und die A^jL und Weise ^es 
Verkehrs gewährt ein Process, den sieb im ^ftbre; ;.14Q4; Gerr- 
bard van Crombrugghe in Gent wegeq Ver^tos^^s .gfgeii; dip». 
Staftuten der Gilde .z4]|%og, Er wurde apgeklagt, Jtfini.aturen 
haben anfertigen, auch von au$w|irts.in g^dss^er Qufki^i($| 
haben einfuhren zu lassen» 1119 sie zu^i nacbträgüehen Si^isuck 
Y(Hi Handsehriften zu verkaufen: Ooi dat bj beeiden beeft* 
g<edaeu maken . . . ende van buuten ingebracbt met meni^bf 
ten ende binnen vercocht.*^) Also aucb bier «ugbep^ge 
Beschränkungen des Verkehrs, wie in 4eft:ineisteA;€niy^si'r; 
tätsfitädten. , . ^ 

Bei der Bildung der Brügger Gild^^-i^irar^n, es 50 P^r^t 
$onen, Männer und Frauen, die sich yec^iQJgtf^p; jeden ben 
zahlte eine freiwillige beliebige ^^iabe zu 4^ ^ efsten, Eiif^ 
nebtungen und ebenso monatlich ein«;:bt^tin)i9t^^SiiniDie 
(maend gelt). Es kam^ auf diese i^ei^ü ^K|ß$|lieb eiQ^ 

3 Pfund; 3 Schilling uiid 3 Gros^^eo,; die ß^lfillh .biis. auf 

4 Groscheii wieder aufgingen. ßi&Qsupptausgabfln Iml^^n 
m der Stiftung und Einrichltung ei]^:k^onderf$9Ki)»f4eri4«# 
Gilde in, der Abtei d'|;espb9ute zu SrAgS^- Die: fippozielle« 
und sonstigen Verhältnisse, der Gilde standen unter der Leir 
tung eines auf ;iwei, J[ab^e gewAhlten Decbantour. iWia f^unr. 
tfig diese sich, gestalteten , und somit, aul glüc^lpM^hie ) g0Wef b-j 
liehe Verhältnisse zuruqkscblißssen. lassen., z^igCiP di^ Aeqbfr 
ni|ogspapier6>«und der .Umstand, dassrdiß Gild# in.', den Jabten 
1477 und. 1478 ein grosses Votivgeiaiähte für ibr-e . Kapelle 
durch den beräbmten Maler ^us HeinUpg aDfiartigen luseen 
konnte.^®) Als weiterer Beitrag zur Geschichte der Giide 



«•) polUtiDf^ der IV«4». dc^ 6#lg. .TeiA«f V« a< p^as., . : 
^)Ubordel.c. Tom«I. p. ClII. ,\j . u. '' 



v 



mögen . die boideni naebstdbenden Documentd PUtz fio*- 

den**)- '■ 

. DU es dat; ic jan van voude buutghegheue h^bbe binde 

. toa^se* j^ei |14§4) jeghe de outfench. 
\i, ghecocht twee latone candelaers cost . • , 4 a. 2 gr. 
It. twee Ampulle cost . . ... . .: . IjS^,, 

.It. e^n Broetwal. . • , . • . ♦ . , 3 „ 

It. betaelt van de torflade i 6 „ 

It. de di^pel in de Veite te souderene ... 1. „ 

It. eea paesbart ...••..... 6 „ 

It. een ^lUcriaemet de Voefghelde ... . 4 „ . 5 ,, 

II. veea letriör .• . i«. . : . . 6?,, 

I It* ide.cordein de mesaad .... . . . ; • Ä „ 

It. dm Ijfnwaet ende de vame daart opghe- 
,: ; maobt. was . • • . . « . i . . ' 6 n 

''} It. tw^e outaerd'walen met mien en.wascben 7 „ 
. Itr offl sQyet gordine ende lake an een , hou- ; 
taercie^ ende liwaet ddttejr in ghevirodert 
; es en van maken ........ 4 ,, 4 ,, 

It. om linte ende fringhe 7 „ 

(,. It. betaelt bordens on onae rame le makene 4 „ 
V It/M. de Baers als de.Ranae begunnc was . 4 „ 

.it; van casisiQn te makene ent^eUdrappradakcin 3 y. 
It. om twee eile liwaets en frlagheiom een < .' ' 
• . tvitte ^ordin voort (Jassin ....:. 11 „ 

It. om X latone ringhen 1 „ 

IWfielaertide.smit'Om de T^yslade ta'anghen 
I s»n d« belle iiij ^anghen twee BlnHenmet 
iiij sloteis ende slotel an de kistedegoN 
.: ^in:ro0^de[. . . ... . .:. ; ; * .2.;, 10 „ 

It. de bouc daer de rekeninghe.^n! sUeti. r . 4 „ 

Spller «wbydim diblBeiitsAdiDer dw Wide! nocb ansehnlich 
•;>i(fui:Pra^) Botica 9«r C«ltt^ MifasiMi. Fufi» töte. ^\ f,l%^n. 



— ^ — 

ir^rm^rti ^^^ fi»elDhre fiberiiefN'te setnem NacMolg^r im 
Dekanate 1458 nachstehendes Inventar : • > 

Dit es al tghuent dat ic jan Toolnaer ja de kl€rc als deken 
ghelevert hebbe, eerst in een scrynken d^er 4« i} p^Uters 
in- zyn ende een groot lyniaken« 
It. de Vane in een Lynlaken- geroli ende j, ofteuetssa«; 
• It. de ij. cruisenmet ij cleen staxken ende m^t ij zwarte 
' kieerkins. ... 

II. noch een ghewiede'^dnraie die de vrau C^%k gaf. 
rit. een gewhiede ficaelyn om messe daer (q> te d^eneende 

aocU een quispele ende dit gaf jan Vand« Scaiiei 

Itt voort to syn dit dejuweelking die inde kerke zyn^ 

Eer^t ij grote candelaers een Rautafef kket en ) zwapt deet, 

ende iij ghewyed^ dwalen ende ij cleen bantdwalkins 

' ende ij blaeuwe • gordynen ende j- soakterd^ gordyne 

ende- een gordyne vakiifytiwaede ij tooets«ouefi ende ij 

ampollen j brootwat erid« j paefbarC rai) yrore j quispele. 

It. noch een- doese daer de bi^ieuen tan onser ghilde inzyn 

ende den bouc van onse ghilde broeders «nde ghilde 

zusters . . :• 

lt. al.tg^uene dot hier bouen ghescreuen es dat my jan 
de Clerk gheleuert es dad benric wedefe, jan te Buzere 
ende^nooh meer hebbe ghelevert alsoo tiiier narolgt. 
It. ald. eersrt de brieue» van onser pdoen. 
It. een groete . scriptscrine anfhedoete dat colard man- 

I chion gaf. : / . > '. 

It. ij ledere eü^todeh om d« cfuzett daer in te besieden. 
It. noch ij ronde cttisteden om de appele vand. erucen daer 
in te besieden; >• > 

, Item noeh ij custoden ^an heute omme beede de pelders 

van beute in te besledeni -^ * 

S».U9. Sei 4^0 QfWähAl«« Sädtdlfabrikonifll'/esiMS«* 
möglich, dass sie Seitens der Verfasser neuerer Werke zur 
'^iMing dfifiselben.in Aiiqpd?tidii|^Bonun(ut nunl^n^ wie 



17^.1 



.^ M ^ 

t^i49 js^ schon; m : gniii9«#f RmtibuQdin jßfaqkretdk angedeu- 

kM k«, 8i?iQ..9eUeii< ,DiiA.6cheintlifmig6teiisfQ«(zittlelieii« dass 
J^^^.^iAen p^cwiftiren £rw0i>b .;diMr<$b itoe Werke, nkbt ganz 
4i:^sp^K,A^t Ues9#li« mQQhl0Mef Duo. jn 60ld Qd^ Gddeswerth 
bei^^AH 9 W^ ^9on Dfroyson aa$ der Anusserupg £bieriiar(] 
]Vi(i94^ks ia ,$#in^iii (re^hMiteweKk« d^ß$ er „es nU gemacht 
ihßbe jimb g^t dor iiqib %i| qeiPfn'V. ^ine Arl t^o Selbst- 
~^«i[iV..&»igi9cl^^)« s« därne die^e AAnahqpe webl nicht; an- 
ibfldiMKgt ^HtfM^zuweiseq!9€iii» : Ate beilätig^eß Bei^piiel hierzu 
J|9no aupb. difffifln» dasd Nikolaus Wurm» Verfiwer ^jner 
iQüosf c: »m 8pqb9eiH»pi9gj?l> T^m BAlhe.ider Slddt (ilöriU« im 
.^9br^: 1307 (ur drei ßxcüpplaiie bieidiirf die eisißbUi^h :aus 

einem Schreiberinstitute stammen, einen ansehnlicheA Pms, 

rÄQWi^deipe {«eibf «ni» .von 4 Scboek .6rfl»chen erhii^U. ") — 

, $423^ '%Hlimm Qtmar. ZiUe» um da» Jahr 1472 

JaheBjd, deiQ.An^fshein.ndichPapieriabifikaiil, gebeint, auf Grund 

•der ]|a«batebend^ Ucki^nd^ wobl m\% au 4en Handschriften- 

händlei^« . geaübll: w^d^ «n k^weii uvd den Vertrieb viel- 

'leiiobt., ijeißh andieiri^ eainer deut^hflo uad italie^cbep ^e* 

w«i{b9geA^ß9eQ, mi Mensen und Jabnuarkten . besoi^glt m bf^ 

ibtav de^w för.$eifie0 eigentlieh^oHeimathsiort d&rftq dieser 

Hfindet^flweig doeb zi^qaliqb bedeirtuag9b»9 gew#afn Hin. Pie 

Urkunde lautet"): 

^ Wir Bürgermeister vad Ritb der Stat Zitlaw Richter vnd 

'< iebe|4>6n der Stat Ziltaw enipilten den Ersamea weiaeti 

' Buiigeiineister Ratio Rüebter ?nd Sobappen d«r Stat 6or- 

-' lila tnsse frantlijpliediiiste Bekaniiende daa top. vri» ih 

gebefkd. bamg NieUas feMef Vnas wagmeisler kenei» i^t 

• vnd bet-tmcalt wy er voii ein^r «tülioban Kceit dißm Bf- 

^sam waken J«hatiii'Bebi#iiiaiii UaundBurger hf ii«b etz- 

*>) Droysen, Eberhard Windeck. p. 220. 222. - - 

. ^) N«ue8 Laasiuischei Magazia. Jaknii IIM« GülfliU« & y>^\hU^ 



^ m — 

Ikber btioher vor 4r|y sbtidek ti^rsiä^f^ hatte dy er wider 
rermeinet zu lossfen Tnd sich mit dem ErBaiflen- Oftnaro 
Zcitien vnssin eydgenossen dissen ' bi^iflto<;ejrger tertrageo 
hat das er solche drey schock gr. wider geben vnd Vff- 
richten sulde vnd em foUe- macht gegeben vnd inn crafTt 
diss briffs gemecfaUgt^ also das er solch btfcher einmanen 
mag domite thuri vnd Jassin gleich sani mit 
sinem eygn pepirgutte. Hirumb bitte uch wollit dor- 
C2U helffin dynen uff den ynssern sulch buchet werden 
mochten das wulln wir fruntlich rerdinen. Des zoii vr- 
kunt versiegelt mit vnnssirn vffgedruekten Stat Secret der 
gegeben ist am Sinnobende nach Galli. Anno dmlni. hi, 
scdd. ' 

• Item uff solcbin machtbiHe(r hat er Hans Bebirstem 
dem gemelten Otmaro Zcilien s^khe bucher, nemlich 
' vir buch dy em versalzt sein von ' Nicoiao Felder 
geantwortet: vnd zculos^ in gegeben. Coram Jacobo 
Crossig. feria quinta po^t Judiea anno hxHj» 
Die Urkunde findet sich im Liber actorum des Rathsarchives 
in Görlitz. Dass man es übrigens hier noch mit Handschrift 
feil zu thun hat, kann man wohl daraus schliessefn, dass vor 
1472 die Buehdruckerkunst nicht in diese Gegenden ge- 
drungen war. — 

S. 125. 126. Diebdid Lauber. Eine vierte Notiz 
über seine Bücbervorräthe , ebenfalls aus einer Handschrift 
der heiligen drei Könige in W^tfalen (auf der Königl Bi- 
bliothek zu B^lin befindlich) ÜieiU Hattpt^^) mü. Der Ein- 
gang ist, abgesehen. von der etwas, abweicbeod^n Orthogra- 
phie« identisch nut dem der dritten* Daop; beisst es weiter: 
Item das grosse* Buch geiümit G^^ta Rdnian» u. saget was 
zu Rom geschehen etc. Item Vita christi. Item die XXiV 



>>) ZeiUcbrift für deutsches Alterthom, hrsg. v. II« 0a«pt, 3, Bd. 
Lfipsig 1843. 8. p. IM. 19a. 



-= I». =^. 

. Wwa)ff^* : iUm f Wftlf . jDjeliri^i ..g^np^v..! ftw id-ga^ze 
Passional lebe% wipl^jrteiU ,iip! .^üi^^i^nf^U tS bjächier, U^m 

, .l?arcyi|al . ig^n^it. , l^sm, bf|l.id|. g^mqit; IjMm |d> : witf^rp {Tittei?*- 

Jfear, jd^ Wftßsf:yroj^,gßflttpilt. ..He» 4i fhyiWoebtfafi«e g«i^ 

naont d. welsc^ gai^^.{^. Ji?*» 4» ^km\ gflbftt mi% gtoftsen^ 

I^eip. Yqa,^jnem..getrawea ri^tf^iVf^^ sifj, ^igen ^ßi^tzo gab 

, umb.eini^r sqhöjien,.frpvep;;jj«}ll^fl.. 4l^xn rjis^pps g€p^fllt^ 

.,.|t^i|[^^pfa|fe aiPftyss q. §fipt. cleipe, Ml«; böoha?. .. U^m d., 
.rpa^njjraiifz. Item dft?,Pi^tlfl^,unlfi?; dew,autfi?,, liem: gp-: 

./J^^qU^. la^höcbprv jlt^jj^, dv; ^ fros^; ^Jawf .ygo dej», 
Ritter. Sant. Alj^xj^^. l^em ';Saöt- ^^isclfelmSi ffow»; I)^^ip[ 

j.^-^ *^"l?if m<;*^f;w!ir.i^^ iilfew'tß.; 8^8?fUph; iCfibl^ch-, 

, It^inTfis^^yaro.^ 4*^i;i?.7r ^an^pR^SFiM* .^W ^W^STf ^Wj 

efipf^ö^^cb, dap8i,.b^^^^^ eiopr u^d ,4fiW#,eaöm5Hei 

wj^rpn.,. bfii, de,Bßn. FI(\^tig|^^fn..uetfir«^^fi{ii .w^ihiPIß:. 
H^m>t^W.ei/?fjifagfOj ,f}es., Texlp^.,iifid^ft^ ^Mjbl ftpi„^^en.,.Gi?fl|fr, 
Roroanprifffl.glejicb ip AP^««. utt<liia.d^n\.Jfe|»len|(^ftß,^?j(4ffiqt|n, 

J^bfjf 44A#,W4 JwirJfti» bfirdAr finQtiduilgiidßCiGiUii) aiitrv> eitl 
is4;,j4f» -^ste Mjtgl^,)Mdw i«o«Jifti Liite «eibg^dwl)») wnnleli 
uf^^ ^s^in^.lMf^^ichieiiMQmsAMßi^iriAMeQ ,»^ j»0UßQ) jVRdblffii 
stand scbltessen. Der ihn betreffende Posten in..deiL üecbr. 

"H«!??^ ^"M"^,n in ..u ...i.nh r-.m .,-.n.: i.unv..o r«. 

»«) Vftn Praet l.c/pi7|^i .q .1^ .\r. i i :ninj j .i.;7 «..'^i .'. ' 

3 



-= ^ -- 

•'iC^t^^ jbpl^ Värt'hoill^^'i^il dÜ K^^iserst b^lööfde ii^ gr. 
eü nefdi V^if^ maeM^gbeld^ ItiJ «.^n ^niito^h bybieisill' Van 
«gi^acie ü'^ri 8riBdlit'*ii'''tgböeijeJv;8. igr. — ' *' ' ' 
' '&i^2t1. I28i C^iard' Mfiti'tio^. Büi def^ (S^tMhtig 

trütegeld Nemg 2'ScbUiing-9 Ct^^htenUlt^ €o4in6t'(de'Miib- 
sehibfi v ij 'W: 9j) In' den* st^hii^tt • Miren Jbetrid) ' er isein 
Gescbäfl mit ewvem GeMflfen, vWaUete 1471 und 1472 iJas 
DAan&t dei< Gildd und' ^arib Üh i(ahr6 I4S4; ~ -* ' * ^ 

S.135. Wenti es ' ertaubt Jst,auö eitler einSahcb AVi- 
deatuDg zu schliesset), ib k5ntite man Föt' England auf die 
Annahhie ährtKöher VbrnShnisfse' wii iri*DeütöcMand koihhien, 
nimlidh daäs sich dte^J^chuHebfer^dbentMls b'6%enb^l' Wt d'^m 
HandkihMfteAVertrifebe abgegeben li^ttenl' 'l[n eitlem 'ttri^re 
Vbm'iübfG 14d9 an Sir Job n Pesten 'heisst ds nämiich'^^): 
Item, Sir I may sey to you Ihät William'Has goori to scole 
to a Lümbärd caited KarcyTI diles' to j^rn anfd to be rbd m 
pfofetfe T)r eis inTrensfh fför* he hath* byn With the'feäthe 
llai^oli •feuiery'Aey^ iJUyines' or üji ' Ärtd'hath böüght dtbei-s 
Boksofbym for the wbich asi suppose he hath put hyihs^lf 
iÄ'däui^4<rffle*»saiiie KarolV. Dici' nra^älso Äa^g^st6ff<'' 
Meibeav**<Adi6höh 'siWi^berals Tfelfäeh 'GelÖ^efifheit' bot ^en' 
aiiSgebrtÄblöh "ÄindstlniftfenKäiidel ;rfe^ Lötaibardöii' zti er-' 
WKhArti.'^ Zu ' Wel^t Air^deiinüng äbeK dei^' toiidoliei' iSslnd- ' 
scirriftläfbafKlfelV ^iSiinf''deräMt)b stdi ätidh' tndätetiUieUs' auf' 
kleinere Sächercheti, WtePäier nöilet*5 Äve'^^'^Credo's, ÖW-' 
tiatsy'Wf 3\l(eEl0 ider HM ek.>^rsfr6cftt^^h^^^ m«^, %eim 
Begiotieidiift il'5^ilihrbuhdepM l^i^eits^ gelangt W^, Icanh ttiari^ 
danaos/ eiv^it, dirss die LodÜoMr Stbtio^ei^^^der Yeit-wrher ' 
inliUUre: 1408 ttitter A«ttori^aiik>fr d^r €ffy^lMHdMetf siidi kw^ 

»a t'ii! ti .li ri iv ' ' '! "'..[-'ll i'i\.' \ i'ni 'in! .. ':■. .i'i r*-.. iiui.''\ 

*v) Original letters wriUeo doriog tbe reigns of Henry VJ. iädtvarätvl' 
and Richard Hl. by Tarioas persona of ranlc and conseqaence* Dfgesled * 
by J.Fenn, Vol. f, London 1787. 4. p. Ittilm:' •' ^ ' »' ' ' ^ 

i 



— 35 — 

einer Gilde vereinigten. Die Verwaltang war einem Master 
und zwei Werdens übertragen; die erste Halle, die später 
niederbrannte, lag in Milk-street. ") — 

S. 136. Auch Timperley erwähnt der Concentration des 

Londoner Handschriltenbandels in Paternoster- row, mit der 

Bemerkung, dass sich in Folge dessen noch heutigen Tages 

in der Nachbarschaft jener Strasse Ortsbezeichnungen wie 

Creed-lane, Araen-corner, Ave Maria-lane etc. vorfänden. — 

S. 140. Piers Bauduyn. Lalanne's Jahresangabe 

(1504) ist aus einer sehr oberflächlichen und flöchtigen De« 

nntzung des Werkes von Timperley hervorgegangen. Die 

betreffende Notiz aus den Garderoberechnungen Eduard's IV. 

lautet im Originaltext^'): 

To Piers Baudhuyn stationer for bynding, gilding and dressing 

of a booke called Titus Livius xx s.; for bynding, gilding, 

and dressing i>f ^ httbÜi -of' fhe Hily' trinite xvj s.; for 

bynding, gilding and dressing of a booke called the Bible 

xvj s. — 

S. 142. Für Spanien finden sich auch aus den Theilen, 
die unter maurischer Herrschaft standen, Andeutungen über 
das Vorbandensein eines Handschriltenbandels, was um so 
erklärlicher ist, als Kunst und Wissenschalt dort in höchster 
Blüthe standen. Leo Africanus erwähnt ausdrücklich der 
Handschriitenhändler zu Cordova, die geradezu in einer be- 
stimmten, nach ihnen benannten Strasse ihr Gewerbe betne- 
ben zu haben scheinen, *°) 



'•) Timperley I. c. p. 83. 
M) Ibid. p. 208. 
f») Ibid. p. 60. 



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